Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (341-a)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Whistleblower

(62.B-I) Schacher

Ausschaltung von Kritikern

(62.B-II) Machtapparat

versuchter Giftmord an Alexej Nawalny


Das Kapitel Nr. 62 >Whistleblower< bestand aus den vier Teilen A bis D. Aufgrund von Ergänzungen, die insbesondere durch den versuchten Giftmord an Alexej Nawalny zustande gekommen sind, ist Teil B jedoch aktuell (im Okt.2020) in zwei Teile untergliedert worden, die an zwei Tagen gepostet werden. Bei den Zusatzseiten sind beide Teile in einem Stück.


Vorangestellte Inhaltsangabe zum Kapitel Nr. 62-B(I) >Whistleblower<.

Ankündigung der Auslieferung von Edward Snowden an die USA. Zusicherung des US-Justizministers. Austausch gegen KGB-Agenten. Angebliche „Rückkehr“ statt „Auslieferung“. Fernseh-Nachrichten sind aktueller als das Internet. Transitzone gehört zum Hoheitsgebiet von Russland. Lebensqualität der Transitzone im Vergleich zum US-Gefängnis. Snowden wie als Gefangener von Putin, der ihn zu „verschachern“ droht. Occupy-Proteste sollen von der Wirkung her wie ein Witz sein. Jedoch: Rechtschaffenheit verfügt fast nie über physische Macht. Putin als einer der „würdigsten“ Nachfolger in der Tradition von Stalin. Unrechts-Urteile. Die Doppelagenten Litwinenko und Skripal waren Giftanschlägen ausgesetzt. Rudolf Steiner. Stalin als roter Diktator. Mao Tsedong als der größte Massenmörder der Menschheitsgeschichte.


Charakter von Putin: Er hat Angela Merkel seinem relativ großen schwarzen Hund ausgesetzt bei einem Staatsempfang. Perverser Sadismus, auch wenn der Hund friedlich und zahm war. Mindestens 30.000 Bissverletzungen durch Hunde pro Jahr in Deutschland. Reiche russische Oligarchen. Ausplünderung des Staates. Armutsrate auf 50 % erhöht. Putin wird trotzdem vergöttert. Präsidentschaftswahlen in Russland am 18.03.2018. Der einzig ernsthafte Konkurrent Nawalny wurde von Putin bereits seit Jul.2013 wahltechnisch ausgeschaltet. Trotzdem hat Putin erst noch am 20.08.2020 versucht, Nawalny durch einen Giftanschlag ermorden zu lassen. Seit 22.08.2020 wird (bzw. wurde) Nawalny in der Berliner Charité behandelt und am 07.09.2020 aus dem künstlichen Koma aufgeweckt. Am 23.08.2020 ein persönlicher Traum mit Nawalny. Träume mit anderen berühmten Persönlichkeiten und auch mit Leser/innen meiner Autobiographie.


Es gibt Anschauungen, die meinen, hinter dem Giftanschlag würde der Geheimdienst der USA stecken, weil diese Flüssiggas nach Europa exportieren wollen. Bereits seit Jun.2020 bedrohen die USA speziell Deutschland, aber auch generell die EU mit Sanktionen, weil die USA wollen, dass das Gas-Pipeline-Projekt Nord Stream II mit Russland aufgegeben werden soll. Diese Bedrohung stellt jedoch eine völkerrechtswidrige extra-territoriale Maßnahme durch die USA dar. Trotzdem ist das Projekt unterbrochen worden.

Man sollte das Nord Stream II-Projekt von dem Giftanschlag auf Alexej Nawalny abkoppeln. Putin wird Macht ausüben, wann immer ihm dies möglich erscheint. Der russische Außenminister Lawrow als Zen-Meister des Zynismus. Eine Soldateska von Putins Gnaden hat das Passagierflugzeug 2014 über der Ost-Ukraine abgeschossen, wobei 300 Menschen gestorben sind. Sollte Deutschland das Nord Stream II-Projekt beenden, wird China Russland das Gas abkaufen. Man muss warten, bis das russische Volk begreift, von wem es sich regieren lässt. Das Beispiel von Belarus (Weißrussland). Lukaschenko sagte: „Wenn Belarus fällt, wird auch Russland fallen“. Hinweis auf andere Despoten-Staaten und Ermordungen. Der Fall Kashoggi durch Saudi-Arabien. Kim Jong-un; Donald Trump. Erwähnung von Julian Assange, dessen Hauptverhandlung im Jan.2021 bereits stattgefunden hat, wo er zwar nicht an die USA ausgeliefert wird, aber weiterhin im britischen Gefängnis bleiben muss.


FN: (in 62-B(I): Schacher. Internationaler Gesichtsverlust. Occupy-Proteste. Bissverletzungen durch Hunde. Alexej Nawalny. Keller. Kommode. OSZE. Soldateska. Lukaschenko (Maria Kolesnikowa).


Am 27.07.2013 sah ich um 21:15 Uhr die Nachrichtensendung „heute-journal“ im ZDF, die wegen eines Fußball-Spiels um diese verschobene Uhrzeit gesendet wurde. Dort wurden neue Nachrichten zu Edward Snowden benannt, die sofort meine Wachsamkeit und Fürsorge aufriefen. Es wurde tatsächlich doch als letzte Meldung ausgesagt, dass der russische Kreml-Chef Wladimir Putin1 in Betracht ziehen würde, Snowden real (und nicht nur als Hypothese) an die USA auszuliefern, sofern diese ihm versichern, dass Snowden dort nicht gefoltert werden würde und nicht der Todesstrafe ausgesetzt wäre. Dies hat der US-Justizminister Eric Holder dann auch tatsächlich schriftlich versprochen. Und es wurde im „heute-journal“ die Vermutung geäußert, dass Putin die Auslieferung tatsächlich in Betracht ziehen würde, um im Gegenzug die Freilassung von ehemaligen russischen KGB-Agenten o.ä. zu erwirken, die jetzt in US-Gefängnissen sitzen.


Eine solche Auslieferung wurde bisher strikt abgelehnt mit dem Hinweis auf internationale Konventionen, die verbieten, einen Menschen abzuschieben, der um vorläufiges Asyl gebeten habe. Außerdem gebe es mit den USA kein bilaterales Auslieferungsabkommen. Von dem US-Botschafter McFaul wird nun jedoch behauptet, die USA hätten nicht die „Auslieferung“, sondern die „Rückkehr“ Snowdens gefordert2. „Zurückkommen“ kann jemand jedoch nur freiwillig, d.h. eine Rückkehr kann nicht gefordert, sondern nur erbeten werden. Welcher Mensch wäre so selbstmörderisch, um auf eine solche Bitte in dem speziellen Fall schon einzugehen?


Kurz nach den Nachrichten am 27.07.2013 um 21:15 Uhr habe ich dann versucht, über alle möglichen Webseiten im Internet die Aussagen aus dem Fernsehen verifiziert zu bekommen. Jedoch muss ich sagen und allen (meinen) Lesern zu Bewusstsein bringen: Das Internet hinkt ja total hinterher, wenn es um die neuesten und aktuellsten Informationen geht. Nirgendwo habe ich wirklich diese letzte Nachricht zu einer realen Auslieferung als Schacher3 gegen gefangene KGB-Agenten gefunden. Die wesentlichen Informationen im Internet waren alle höchstens vom 26.07.2013, außer dass es 643 Kommentare gab, die in der Zeit bis zum Abend des 27.07.2013 gepostet worden waren (bis 24:00 Uhr), die jedoch alle anscheinend bis 21:15 Uhr keine Fernsehnachrichten gesehen hatten; denn niemand bezog sich auf diese letzte Meldung4.


Man muss sich nun real diese Ungeheuerlichkeit zu Bewusstsein bringen, die in der wirklichen Ankündigung der Auslieferung liegt: Snowden hat in Russland Asyl gesucht, und wenn er dies auch bis aktuell zum 27.07.2013 nicht bekommen hat (nach letzten Meldungen – Aussagen des russischen Rechtsanwalts Kutscherena von Snowden - angeblich aus bürokratischen Gründen5), so ist ihm jedoch Unterschlupf in der Transitzone des Moskauer Flughafens gewährt worden, die allerdings zum Hoheitsgebiet von Russland gehört.


Darauf hat ein Leser-Kommentator6 A. am 26.07.2013, 15:37 Uhr) hingewiesen, dass dieses Flughafenareal ganz normales russisches Staatsgebiet sei mit der vollen (völkerrechtlichen) Souveränität Russlands. Dass Russland den Transitbereich intern, im bürokratischen Sinne und für gewisse Sachfragen, anders behandelt, ist ganz allein Russlands Sache und kann nach Gutdünken geändert werden7. – Ich fürchte, dass dies der Realität entspricht.


Der Leser-Kommentator B. wiederum schrieb am 27.07.2013 um 20:15 Uhr, dass das Existieren-Müssen im Bereich eines Flughafens zwar nicht das Non-plus-ultra sei, aber doch immer noch tausendmal besser, als mit Millionen von vorwiegend schwarzen Häftlingen8 in US-amerikanischen Staatsgefängnissen seine Strafe abzusitzen bis zu seinem Lebensende und unbarmherzig zu verschimmeln, während die „Erzteufel“ ungestört und ungeniert weitergehen können9. – Mit den „Erzteufeln“ ist wohl so etwas ähnliches gemeint, wie dies sonst in esoterischer Literatur mit den Illuminaten oder Dunkelmächten oder Minions bezeichnet wird.


Bezüglich der Transitzone durfte jedoch sowohl Snowden davon ausgehen, dass Russland ihn schützen würde, als auch dass Russland im Prinzip nicht die Machtbefugnis hätte, ihn an die USA auszuliefern. Denn Edward Snowden ist ja kein Gefangener von Putin.

In einem Leser-Kommentar von C. (vom 26.07.2013, ca. 15:00) wurde Bezug genommen darauf, dass der russische Geheimdienst FSB mit dem US-amerikanischen Geheimdienst FBI über das Schicksal von Snowden verhandeln würde und der Leser C. sagt aus: Snowden tut weiß Gott gut daran, den Transitbereich des Flughafens NICHT zu verlassen“. Und dann die m.E. entscheidende Aussage: „Es war klar, dass er von Putin irgendwann verschachert wird“10. (Dieser Kommentator hatte als einziger wohl auch etwas von diesem Austausch gegen KGB-Agenten gehört, nahm aber keinen ausdrücklichen inhaltlichen Bezug darauf; Anm.d.Verf.).


Ähnlich wie es meine Anschauung ist, dass ein internationaler Gesichtsverlust11 für Putin ihn nicht im Geringsten interessieren würde, so ist von dem Leser-Kommentator D. am 26.07.2013 um 15:41 Uhr aufgegriffen worden, dass eine Auslieferung an die USA lediglich eine kurzfristige Presse erhalten und dann gar nichts mehr passieren würde. Die Amerikaner würden Snowden unter Verschluss halten, bis sie sukzessive das Gerichtsverfahren durchziehen würden. Der Leser D. schreibt: „Mir tut der Mann leid: Mein Wunsch wäre ja, dass er in Deutschland Zuflucht findet und die westliche Welt nach und nach in einer ´ehrlichen` Debatte reformiert“. Jedoch niemand will sich die Finger verbrennen und die Occupy-Proteste12 seien sowieso von der Wirkung her ein Witz13. – Es ist eben so, dass jegliche Rechtschaffenheit fast nie über physische Macht verfügt und nur der Umweg über den Geist oder mentale Prozesse bleibt, füge ich hinzu.


Ich selbst hatte mir einmal geschworen, als ich die Autobiographie begonnen habe zu schreiben, dass der einzige Mensch auf der Welt, über den ich aus guten Gründen (die sich in unberechenbaren Verfolgungen von Menschen begründen) niemals eine Aussage machen wollte, der russische Präsident Putin sei. Jedoch werde ich dem Vorhaben jetzt (im Jul.2013) ziemlich untreu und will es einmal so formulieren: Gibt es einen Menschen auf dieser Welt, der sich irgendwelche Illusionen über Putin macht als einen der „würdigsten“ Nachfolger in der Tradition von Stalin, wenn auch offiziell abgemildert durch den vorangeschrittenen Zeitgeist?


Glaubt jemand ernsthaft, dass man in der Presse etwas davon erfährt, wie viele Menschen in Russland auf Nimmerwiedersehen verschwunden sind? Bekannt werden nur die wenigen offiziellen Unrechts-Urteile, um die sich auch kaum ein Mensch kümmert. Und die Doppelagenten Litwinenko und erst am 13.03.2018 Skripal (und seine vermutlich unschuldige Tochter) sind nicht die einzigen, die Giftanschlägen durch den russischen Geheimdienst in Großbritannien ausgesetzt sind und waren. Dabei ist Litwinenko daran verstorben, was ich im Kap. Nr. 24-J >Ashram< verarbeitet habe, da auch Rudolf Steiner mit großer Wahrscheinlichkeit 1923/1924 von Gegnern vergiftet worden ist, was jetzt jedoch nichts mit Putin zu tun hat.


Wer nichts über Stalin weiß, möge dies einmal bei WIKIPEDIA nachlesen, schrieb ich noch 2013. Mittlerweile kann ich jedoch auf eigene Darlegungen bezüglich Stalin (den roten Diktator) hinweisen, die ich im Kapitel Nr. 73-N >Bewusstsein< erst im Jan.2017 hier in die Autobiographie eingefügt habe, der allerdings tausendfach schlimmer war als Putin. Und noch absolut wesentlich schlimmer als Stalin war überhaupt der chinesische Staatschef Mao Tsedong, wie ich dies erst am 06.11.2019 erstmals in mein Bewusstsein bekommen habe, insofern er für 76 Millionen Tote (überwiegend durch Hinrichtungen) verantwortlich gewesen sein soll. Ich habe dies in meinem Kapitel Nr. 20-D >Ritter auf schwarzem Pferd< verarbeitet, wo auch die heute noch existierenden Bedingungen in Tausenden von chinesischen Arbeitslagern dargelegt sind.


Um nur einen ganz kleinen Einblick in den Charakter von Putin zu geben, möchte ich hinweisen darauf, dass Putin doch tatsächlich Angela Merkel (die erst noch am 14.03.2018 zum vierten Mal zur Bundeskanzlerin der BRD vereidigt worden ist, und über die ich auch verschiedentlich durchaus kritische Anmerkungen bezüglich ihrer Flüchtlingspolitik gemacht habe) vor mehreren Jahren bei einem ihrer Staatsbesuche (es war wohl im Jahre 2007 im russischen Sodschi gewesen) mit seinem relativ großen schwarzen Hund konfrontiert hat, den Putin einfach völlig frei in dem Staatsempfangsraum herumlaufen ließ, während Angela Merkel wie angewurzelt auf ihrem Sessel sitzen musste.


Der Hund selbst erwies sich offensichtlich als ganz friedlich und zahm (was ein fremder Mensch ja nicht wissen kann); jedoch wusste Putin von Angela Merkels Angst vor großen Hunden (da sie 1995 einmal von einem Jagdhund gebissen worden war), und dann (wie Putin dies getan hat) eine solche Handlung zu vollziehen, ist ein unglaublicher Machtmissbrauch und perverser Sadismus und sprengt zudem ganz sicher das diplomatische Protokoll von solchen Staatsempfängen. Menschen, die so handeln wie Putin, kann ich nur verachten. Über die Situation gibt es definitiv Videoaufnahmen, die auch mehrfach im Fernsehen gesendet worden sind.


In Deutschland kommt es jedes Jahr zu Tausenden von Bissverletzungen durch Hunde14. Es gibt darüber bundesweit keine offizielle Statistik, da es für Bisswunden keine Meldepflicht gibt, sondern nur Angaben des „Deutschen Ärzteblattes“. Dessen Angaben schwanken zwischen 30.000 und 50.000 Bissverletzungen pro Jahr. Am gefährdetsten sind Kinder und ältere Menschen. In den Statistiken tödlicher Bissattacken dominieren u.a. Schäferhunde, Bullterrier und Rottweiler. Dabei sollen die Zahlen der gemeldeten Bisse immer mehr angestiegen sein, was vermutlich daran liegt, dass es immer mehr Hunde in Deutschland gibt15.


Zurück zu Russland: Wie sich die Lebensverhältnisse des russischen Volkes nach dem Zusammenbruch des Kommunismus noch mehr verschlimmert haben, als dies sowieso schon seit vielen Jahrhunderten der Fall war, ist im Kapitel Nr. 17-B >Erscheinen einer Sonne< dargelegt16. Dort ist die Herrschaft einer kleinen Gruppe von Oligarchen geschildert, die das gesamte Vermögen des Staates ausgeplündert und die Armutsrate auf 50 % erhöht haben. Trotzdem „vergöttert“ das russische Volk seinen Präsidenten, wie ich dies in der Fußnote zu Wladimir Putin in Kap. 62-A ausgesagt habe.


Am 18.03.2018 waren erneut Präsidentschaftswahlen in Russland und obwohl es noch sieben Mitbewerber gab, hatten diese nicht die geringste Chance. Seinen einzigen wahren Konkurrenten Alexej Nawalny17 hat Putin schon vorsorglich vor Monaten (bzw. seit Jahren) ausgeschaltet, indem er ihn seit Jul.2013 wegen „Unterschlagung“ gerichtlich verurteilen ließ. Durch Einschreiten des „Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte“ musste Nawalny jedoch auf Bewährung freigelassen werden.


Obwohl Putin seinen Kritiker Nawalny schon seit Jul.2013 im Prinzip als Konkurrenten ausgeschaltet hatte (worauf ich sogleich noch zurückkomme) ist ihm Nawalny anscheinend trotzdem immer noch zu gefährlich gewesen/geworden durch Nawalnys landesweite Aktivitäten, so dass Putin doch die Ungeheuerlichkeit begangen hat, Nawalny am 20.08.2020 mit einem chemischen Nervenkampfstoff vergiften zu lassen, was von der Berliner Charité am 24.08.2020 veröffentlicht wurde.

Nawalny war nämlich am Samstagmorgen, den 22.08.2020, nach Deutschland geflogen worden, ist auf dem Flughafen Berlin-Tegel gelandet und in die Universitätsklinik der Berliner Charité eingeliefert worden.


Da ich auch noch im folgenden sehr viele politische Zusammenhänge darlegen werde, will ich mir als Zwischenbemerkung noch etwas Persönliches erlauben: Ich habe am Sonntag, den 23.08.2020, am Nachmittag noch einmal geschlafen und es geschah doch tatsächlich, dass ich von Alexej Nawalny geträumt habe; denn sein schlimmer Fall hatte mich sofort beschäftigt gehabt. Der Traum hat sich nun in der Astralwelt abgespielt, wo Nawalny natürlich nicht im Koma war, sondern ganz wie real im Leben. Die Szene der Begegnung fand in einem Keller18 statt, wo noch ganz einzelne andere Menschen waren, u.a. ein Mann, der einmal Hausmeister gewesen und real schon verstorben ist.


Es war die Situation wie bei einem Umzug, wo man auch Sachen in den Keller brachte. Dabei ist eine Kommode allerdings irgendwie beschädigt worden (irgendwie auseinandergebrochen) und speziell Alexej Nawalny und ich arbeiteten daran, sie zu reparieren. Nawalny und ich waren uns durchaus fremde Menschen, hatten also eigentlich keinerlei persönliche Beziehung miteinander. Er saß auf dem Boden auf der einen Seite der Kommode und ich hockte auf der anderen Seite und wir sprachen einzelne Worte miteinander. Was ich nicht mehr weiß, in welcher Sprache dies war. Ich kann kein einziges Wort russisch, und ob Nawalny real irgendwelche Worte auf Deutsch sprechen kann, konnte ich nicht recherchieren. Ich weiß nur, dass ich ihn siezte, und da bot er mir das „Du“ an. Und damit endete dann der Traum.


Später habe ich noch zwei weitere Male von Nawalny geträumt:

a) Am 18.01.2021 (praktisch einen Tag, nachdem er aus Deutschland ausgereist war), wo es auch zu einer näheren Begegnung in der Astralwelt zwischen ihm und mir gekommen ist, über die ich jedoch bewusst aus Diskretion nichts aussagen will.

b) Und am 03.01.2021, nur einen Tag, nachdem er zu zwei Tagen und acht Monaten Haft in einem Straflager verurteilt worden ist; denn ich hatte mir viele Gedanken um alle Zusammenhänge gemacht. Es handelte sich dabei im Traum nur um eine ganz kurze Begegnung.


Vor einigen Jahren hatte ich ja übrigens auch schon einmal in der Astralwelt eine persönliche Begegnung mit Wladimir Putin „von Mensch zu Mensch“, wie ich dies im Kapitel Nr. 73-Q >Bewusstsein< geschildert habe. So wie ich generell von allen Menschen einmal träume, mit denen ich mich theoretisch beschäftige (und die öffentlich bekannt und berühmt sind), und von den Menschen, die ich persönlich kenne, träume ich eigentlich ständig. Manchmal träume ich auch von einzelnen Menschen, die meine Autobiographie lesen, obwohl ich sie gar nicht kenne. Aber sie kennen mich als Seele und daher kommt dann die Resonanz. Aus unerfindlichen geistigen Gründen weiß ich dann auch, dass diese (jedenfalls mindestens einmal) in meiner Autobiographie gelesen haben.


Von Schauspielern und Schauspielerinnen träume ich auch häufig. Mit der Schauspielerin Angelina Jolie war ich im Traum richtig gut befreundet, und wir gingen Arm in Arm um einen Schweizer See. Mit unserer (im Sept.2020 noch amtierenden) Bundeskanzlerin Angela Merkel habe ich in Träumen schon einige Male an Konferenztischen – direkt neben ihr – gesessen, obwohl (oder gerade weil) ich ihre Migrationspolitik im Jahr 2015 doch eher fragwürdig finde. Selbst mit Donald Trump (den ich real total problematisch finde) hatte ich im Traum einmal eine Begegnung. Aber auch von Edward Snowden habe ich mindestens zweimal geträumt.


Durch medizinische Untersuchungen in der Berliner Charité sehe ich es als erwiesen an, dass dies auf Veranlassung von Putin erfolgt ist; selbst wenn eines Tages irgendein armer russischer Mensch gezwungen werden wird, den Giftanschlag pseudohalber „auf seine Kappe“ zu nehmen. Durch die Behandlung der deutschen Ärzte hat nun Nawalny den versuchten Giftmord erstaunlich gut überlebt; obwohl man zunächst befürchtete, dass schwere/schlimme Schädigungen bei Nawalny zurückbleiben könnten, was jedoch vermutlich nicht eingetreten ist19. Denn schon gegen Ende Sept.2020 wurde Nawalny im Fernsehen relativ gesundet gezeigt, wie er auf einer Parkbank saß.


Natürlich wird man nie mit 100 %-iger Sicherheit beweisen können, dass Putins Machtapparat hinter der Vergiftung steckt, und so gibt es auch diverse Leser der Online-Artikel20, die z.B. meinen, die Geheimdienste der USA würden in Wahrheit dahinterstecken, weil diese ihr eigenes Flüssiggas nach Europa exportieren wollen. Dies wäre dann eine Option, wenn Deutschland und die EU das Pipeline-Projekt Nord Stream II in der Ostsee aufgeben oder zumindest aussetzen würden, um damit Russland für den versuchten Giftmord an Nawalny zu bestrafen.

Denn dieser versuchte Mord verstößt gegen die internationale Ordnung, die von der Charta der UN (= Vereinte Nationen) oder der OSZE21 niedergelegt ist.


Bereits seit dem 04.06.2020 ist Deutschland generell durch die USA schon wegen des Projektes Nord Stream II mit Sanktionen bedroht worden, und mir war gar nicht klar, wie sich dies begründet. Über WIKIPEDIA (Stand: 08.09.2020) erfuhr ich dann, dass die USA wiederum schon seit Aug.2017 verschiedene Sanktionen gegen Russland eingeleitet haben, u.a. weil die USA Russlands Beteiligung am syrischen Bürgerkrieg auf Seiten von Baschar al-Assad nicht akzeptieren. Es gibt auch noch weitere Gründe, die ich jedoch jetzt nicht alle referieren kann.


Jedenfalls verlangen die USA nun auch von anderen Staaten, dass diese entsprechende Sanktionen gegen Russland durchführen. Und dies betrifft insbesondere das Nord Stream II-Projekt. Die USA meinen, Deutschland und die Europäische Union würden sich gegen das Völkerrecht vergehen, wenn sie das Projekt mit Russland zu Ende führen würden. DE und die EU sehen nun wiederum diese Bedrohung durch die USA als völkerrechtswidrige extra-territoriale Maßnahme an, welche in die europäische Souveränität eingreifen würde. Trotzdem sind zur Zeit (Aussage im Sept.2020) die Arbeiten an der Pipeline unterbrochen worden22.


Obwohl ich vollkommen auf der Seite von Alexej Nawalny23 stehe (und zugleich sowieso grundsätzlich eine vollkommen kritische Haltung zu Putin habe), finde ich es nicht wirklich sinnvoll, dieses bedeutsame Projekt Nord Stream II nun in einen Bezug zu dem versuchten Giftmord zu setzen. Für mich war es immer klar, dass man bei Putin sowieso jederzeit mit irgendeinem Machtmissbrauch rechnen muss, weil dies das einzige ist, was ihn interessiert: Macht auszuüben, wann immer dies ihm möglich erscheint.


Ähnlich schreibt dies der Autor GERHARD SPÖRL in einem t-online-Artikel vom 07.09.2020 mit dem Titel „Putins Werk und Deutschlands Ohnmacht“: Putin würde jede Gelegenheit nutzen, um seine destruktive Kraft zu entfalten. Und den russischen Außenminister Sergej Lawrow bezeichnet SPÖRL als „Zen-Meister des Zynismus“. SPÖRL rekurriert dann bezüglich Putins Charakter auch auf den Vorfall vom 17.07.2014, wo „eine Soldateska24 von Putins Gnaden ein Passagierflugzeug über der Ost-Ukraine abgeschossen hat, bei der 300 Menschen starben, darunter 80 Kinder“25.

Putin interessieren auch nicht irgendwelche Milliarden Gelder, da er diese sich jederzeit vom Volk stehlen könnte (bzw. sowieso schon besitzt), wie dies ja ebenfalls die Oligarchen tun, ergänze ich hier dann noch von mir aus.


In der ARD-Sendung „hart aber fair“ vom 07.09.2020 wurde (eventuell von unserem Wirtschaftsminister Peter Altmaier) gesagt, Putin würde nicht darunter leiden, wenn Deutschland kein Gas abnimmt; denn dann würde China das Gas abkaufen. Kein Land (bzw. irgendein Regierungschef) hätte sich jemals durch Sanktionen verändert – eher fand eine Verhärtung der Position statt26. Alle diese Aussagen finde ich absolut zutreffend. In der ARD-Sendung von MAISCHBERGER am 09.09.2020 wurde übrigens von jemandem gesagt, dass Russland wirtschaftlich relativ gut dastehen würde.


Am 13.02.2021 las ich bei www.t-online.de, dass die Bundesregierung auf jeden Fall an dem Projekt NordStream II festhalten wird, auch wenn Oppositionsparteien dies kritisieren. Zentrales Argument ist, die Versorgungssicherheit für den Industriestandort Deutschland beim gleichzeitigen Ausstieg aus Kohle und Atom zu sichern. Auch ein möglicher Stopp der Lieferungen von Gas aus Russland im Krisenfall seinen diskutiert worden, so dass man im Konfliktfall nicht auf russisches Gas angewiesen ist, worüber allerdings in dem Artikel nicht Näheres ausgesagt ist. Und die USA hätten so oder so kein Recht, Deutschland unter Druck zu setzen bezüglich einer Aufgabe von NordStream II, da die USA selbst Rohöl in Russland einkaufen würden27.


Putin interessiert auch nicht, wie es seinem Volk geht, da er die Wahlen sowieso manipuliert und er seine Macht nun durch die neue Gesetzgebung bis an sein Lebensende verlängert hat. Solange das russische Volk nicht begreift, von wem es sich regieren lässt, sind Hopfen und Malz verloren. Man muss bezüglich Putin darauf warten, dass eines Tages das Volk so aufsteht, wie dies jetzt (Aussage am 07.09.2020) in Belarus (Weißrussland) geschieht. Der Regierungschef Lukaschenko28 von Belarus hat übrigens gesagt: „Wenn Belarus fällt, dann wird auch Russland fallen“29, was wohl eine gewisse Warnung an Putin gewesen sein soll, weil zwischen beiden Despoten Differenzen begonnen hatten.

Aber auch als Hoffnung: Die jetzigen Despoten werden ja nicht mehr wirklich lange leben, und dann wird eine neue Generation kommen, die doch vermutlich andere Maßstäbe verwirklichen wird.


Es wird behauptet, Putin hätte in geschäftlichen Beziehungen zu Deutschland noch nie seine Macht missbraucht. Jedoch hat er dies definitiv bereits gegenüber der Ukraine getan, was Gaslieferungen betrifft. Und wenn er es wollte, würde er dies genauso gut gegenüber Deutschland tun. Man kann dies nur umgehen, wenn man sich vollständig unabhängig von Russland machen würde, was aber nicht ohne weiteres geht.

Dass Nawalny nun in Deutschland Hilfe erhält, ist großartig; deshalb jedoch muss Deutschland noch längst nicht der „Moralapostel der Welt“ sein und sich selbst mit den Sanktionen den größten Schaden zufügen. Als ich diesen Satz im Sept.2020 diesen Satz so geschrieben haben, dachte ich, dass der Abbruch von NordStream II ein großer Verlust für Deutschland wäre. Nach den Darlegungen vom 13.02.2021 auf www.t-online.de wäre dies jedoch anscheinend nicht absolut der Fall.


Denn natürlich bin ich ansonsten grundsätzlich dafür, dass man gegen Russland (und entsprechend gegen andere Unrechts-Staaten) wegen der Verletzung der Menschenrechte Maßnahmen ergreift, um wenigstens ein Zeichen zu setzen, wenn man schon direkt sowieso nichts erreichen kann. Dies habe ich hier erst am 25.02.2021 ergänzt, weil mir die Aussage wegen des „Moralapostels der Welt“ nachträglich irgendwie bescheuert von mir vorkam.


Im Sept.2020 hatte ich dann des weiteren geschrieben: Putin wird trotz jeglicher Sanktionen weiterhin irgendwelche Menschen ermorden lassen, die ihm unbequem sind, wie er dies schon in anderen Fällen (sogar nachweislich) getan hat. Und er ist ja nicht der einzige Despot auf dieser Welt. Wer kümmert sich um die unzähligen Morde, die z.B. in Mexiko und Südamerika tagtäglich stattfinden. Wer hat sich um den Mord an Kashoggi durch Saudi Arabien gekümmert? Niemand.


Was ist mit den Menschenrechtsverletzungen innerhalb der Arbeitslager von China, welches aktuell (06.09.2020) außerdem wieder auf die Bürgerrechtler von Hongkong übergreift? Oder dieser „wahnsinnige“ Kim Jong-un in Nordkorea? Was ist mit den fortgesetzten rassistischen Menschenrechtsverletzungen der US-Polizei auf Afroamerikaner, die von diesem „geistesgestörten“ Donald Trump vollkommen geduldet werden? Wie kümmert man sich um Julian Assange, dem unsägliches Unrecht angetan wird. Kein Hahn kräht nach ihm.


Ab dem 07.09.2020 sollte die Hauptverhandlung (vier Wochen lang) um seine Auslieferung von Julian Assange an die USA stattfinden, was jedoch auf Jan.2021 verschoben wurde. Ich schrieb vor Sept.2020: Ich erwarte das Ergebnis mit Grauen. Tatsächlich ist jedoch im Jan.2021 das Urteil von der britischen Richterin so gesprochen worden, dass Assange nicht in die USA ausgeliefert wird, weil dort die Gefahr des Suizides durch ihn zu groß sei. Assanges Anwälte wollten ihn dann auf Kaution aus dem Gefängnis frei bekommen, was jedoch von der Richterin abgelehnt wurde. Jetzt ist Assange einerseits wie frei gesprochen, muss aber auf völlig unbestimmte Zeit weiterhin im Gefängnis verbringen. Es ist ungeheuerlich! Im Kap. Nr. 77 >Verrat um Assange< habe ich wohl geschrieben, dass ich darauf hoffe, dass der neue US-Präsident Joe Biden Julian Assange begnadigen wird.

Die Welt ist voller Wahnsinn, und in Deutschland gibt es selbst auch genügend geistesgestörte Menschen, die längst nicht unter Kontrolle sind.


Forts. folgt in Teil 62-B(II) des Kapitels > Whistleblower< (= hier im Anschluss).



Kim Carrey:

Sternenschnee (341-b)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Whistleblower

(62.B-II) Machtapparat

versuchter Giftmord an Alexej Nawalny

Vorangestellte Inhaltsangabe zu 62-B(II) >Whistleblower<:

Nawalny hat sich nach seiner Rekonvaleszenz von dem Giftanschlag entschieden, am 17.01.2021 wieder nach Russland zurückzukehren, obwohl er wissen musste, dass er sofort inhaftiert werden würde für mindestens 30 Tage Untersuchungshaft wegen Verstoß gegen Bewährungsauflagen, die aus einem Unrechtsurteil (nach Aussagen des EUGH) von 2014 resultieren. Als Nawalny noch in Deutschland war, hat er mithilfe einer US-Firma ein Video über einen „Palast für Putin“ am Schwarzen Meer gedreht, der als von Schmiergeldern finanziertes „Zarenreich“ gilt und 100 Millionen Male angeklickt worden ist. Am 23.01.2021 gingen Zehntausende von jungen Russen in 100 russischen Städten auf die Straße, um gegen Korruption, Justizwillkür und Unterdrückung Andersdenkender unter Putin zu protestieren.

Nach nur 16 Tagen in der Haft ist Nawalny von einem Moskauer Gericht zu 3 ½ Jahren (bzw. 2 Jahren und 8 Monaten) Gefängnis in einem Straflager verurteilt worden. Dies ist das zweite Unrechtsurteil, basierend auf dem ersten Unrechtsurteil von 2014, so dass es ein Video des SPIEGEL gibt mit dem Titel „Alexej Nawalny: Held, Märtyrer, Hoffnungsträger?“ Nawalny steht damit in der Nachfolge Christi wie auch mehrere andere genannte moderne Märtyrer. Denk: Es erhält sich der Held. Selbst der Untergang war ihm nur Vorwand: zu sein seine letzte Geburt“. Nawalny hat eine Vision von und Mission für Russland. Bezugnahme auf seine Ehefrau Julia. Gleich noch am 05.02.2021 wurde Nawalny ein weiteres Mal angeklagt. Putins persönlicher Hass gegenüber Nawalny muss eklatant sein. An demselben Tag ist übrigens merkwürdigerweise der unmittelbar nach dem Giftanschlag behandelnde Arzt von Nawalny durch einen Herzstillstand zu Tode gekommen.

Nach der sog. „Goldwater-Regel“ darf man keine psychiatrische Ferndiagnose über Despoten stellen. Dr. Otto Kernberg hat über Trump ausgesagt, dieser sei ein zutiefst unmoralischer Mensch und eine Gefahr für die Demokratie. Dr. Manfred Lütz behauptet, 1/3 der Bevölkerung sei psychisch krank. Meine eigene Ursprungsfamilie (und Verwandtschaft) und eigene Gestörtheiten. Heinz Kohuts Thesen über narzisstische Wut. Das deutsche Volk war dem von Dämonen besessenen Adolf Hitler verfallen.


Alexej Nawalny ist die Kandidatur zur Präsidentschaftswahl 2018 widerrechtlicherweise untersagt worden. Boris Nemzow, der einst vielversprechender Kandidat war, ist am 27.2.2015 ermordet worden. 2700 Wahlverstöße. Vorherige Beeinflussung des Volkes. Putin wurde bei einer Wahlbeteiligung von 67 % mit 76,7 % der Stimmen gewählt. Seine 4. Amtszeit (nur unterbrochen durch die „Strohmann“-Präsidentschaft von Medwedew). Giftanschlag auf Skripal war kein Nachteil für Putin. Putin will kein 5. Mal kandidieren: „Glauben Sie, dass ich hier sitze, bis ich 100 bin?“ Angela Merkel lehnt eine Stellungnahme zu ihrer potentiellen 5. Kandidatur vollkommen ab. Russlandwahl: Fälschung von Stimmzetteln. Putin: „Ich akzeptiere jedes Ergebnis , welches mir erlaubt, als Präsident zu regieren.“ Putin muss die Kontrolle über die konkurrierenden Seilschaften in der Elite behalten. Am 15.01.2020 hat Putin eine Verfassungsreform angekündigt, nach der er auch ab Mrz.2024 die insgeheime präsidiale Herrschaft behalten wird. Rücktritt von Medwedew. Eine Einführung des Zarentums würde Putin die generelle Regentschaft bis ans Lebensende erleichtern. „Point of no return“.


Weg von Russland: Tausende von Menschen weltweit leben in unerträglichen Situationen. Fürbitten für alle bedrängten Menschen. Sonderfall von Edward Snowden. Pressekonferenz vor Menschenrechtlern: Russland nur als Übergangsstation. Weiterreise nach Lateinamerika. Gerüchte über freiwillige Zusammenarbeit mit dem russischen Geheimdienst FSB sind unglaubwürdig. Musterdiktatur Russland mit dem Neu-Zaren Putin als Schutzpatron. Wahl von Moskau aus Notsituation unter Zeitdruck. Die ungewisse Zukunft zehrt am Körpergewicht. Option der Auslieferung als ungeheurer Verrat. Ehrenwerter Aufruf, Geld für Snowden zu sammeln. Die besten Anwälte der Welt könnten Snowden in den USA nicht retten. US-Illuminaten sind in ihrem Machtwahn durch die Enthüllungen gekränkt.


FN: (in 62-B(II): EUGH. Goldwater-Regel (Verleumdung von Barry Morris Goldwater; Donald Trump; Kim Jong-un; Winston Churchill; John F. Kennedy). Dr. Manfred Lütz. Dr. Otto Kernberg (Heinz Kohut). Boris Nemzow. OSZE. Medwedew. Farce. Plebiszit.


Nun muss ich noch einmal auf Alexej Nawalny zurückkommen:

Dieser hat sich nun nach seiner Rekonvaleszenz von dem Giftanschlag dazu entschieden, am Sonntag, den 17.01.2021, nach Russland zurückzukehren; denn seinen Kampf gegen das System Putin könne er nur dort fortsetzen (ist die Anschauung von Nawalny). Und er hat(te) die Absicht, im Herbst 2021 bei den Parlamentswahlen das Machtmonopol der Kremlpartei „Geeintes Russland“ zu beenden.

Zu dieser Rückkehr hat er sich entschieden, obwohl feststand, dass er sofort festgenommen und in Haft gesetzt werden würde für mindestens 30 Tage. Dies ist auch geschehen.

Es handelte sich um eine Untersuchungshaft, weil er Bewährungsauflagen von einem früheren Strafverfahren von 2014 (welches allerdings bereits damals von dem EUGH30 als Unrechtsurteil deklariert worden war) nicht erfüllt haben soll, wobei diese Bewährungsauflagen auch während seines Komas in Deutschland weiterhin gegolten haben sollen31.


Bereits während seiner jetzigen (seit Sonntag, den 17.01.2021) stattgefundenen Untersuchungshaft ist es ab Samstag, den 23.01.2021, geschehen, dass Zehntausende (nach anderen Angaben sollen es 300.000) (meist junge) Russen in 100 russischen Städten für die Freilassung Nawalnys und gegen Präsident Putin demonstriert haben. Die Polizei hat allein an diesem einzigen Tag bereits 2600 Demonstranten festgenommen32. Und am Sonntag, den 31.01.2021 sind wieder so viele Menschen auf die Straße gegangen und haben gegen Korruption, Justizwillkür und Unterdrückung Andersdenkender unter Putin protestiert33.


Zwischenzeitlich (während Nawalny nun seit dem 17.01.2021 in Untersuchungshaft war) ist von seinem Unterstützer-Team ein Enthüllungsvideo auf YouTube eingestellt worden mit dem Titel „Ein Palast für Putin“, welches 100 Millionen-mal aufgerufen worden sein soll. Dieses Video soll von Nawalny während seines Deutschland-Aufenthaltes (nach seiner Rekonvaleszenz) im Schwarzwald mithilfe einer US-amerikanischen Firma erstellt worden sein und beschreibt das durch Schmiergelder finanzierte „Zarenreich“ Putins am Schwarzen Meer34. Ich selbst habe nur minimale Ausschnitte davon im Fernsehen gesehen. Ein Leser schrieb übrigens zu einem dieser Artikel: Es ist so gut wie erwiesen, dass Putin Multimillionär ist, was ich in dieser Deutlichkeit bisher nicht gedacht hatte.


In dem t-online-Artikel vom 24.01.2021 ist übrigens dargelegt: „Die demonstrierenden Menschenmassen sind beeindruckend. Sie zeigen eine in der russischen Bevölkerung verankerte breite Solidarität mit Alexej Nawalny. Hoffentlich wirken sie auf das System Putin wie eine Lebensversicherung für Nawalny“. In diesem Artikel wird auch erwähnt, dass Nawalnys Ehefrau Julia vorübergehend festgenommen worden ist und quasi in Sippenhaft genommen wurde, womit die Regierung gegen internationales und russisches Recht verstößt.


In manchen Leser-Kommentaren eines SPIEGEL-Artikels, auf den noch Bezug genommen wird, wird die angebliche breite Solidarität in der russischen Bevölkerung mit Nawalny jedoch angezweifelt, da doch insbesondere die älteren Menschen alle durch die lange Zeit des Kommunismus desillusioniert sind und sich lethargisch mit ihrem Armutsschicksal abgefunden haben (insbesondere die Landbevölkerung).


Nur 16 Tage, nachdem Nawalny nach Russland zurückgekehrt war, nämlich am 02.02.2021, ist er von einem Moskauer Gericht zu 3 ½ Jahren Gefängnis in einem Straflager verurteilt worden, wobei dies real „nur“ zwei Jahre und acht Monate bedeutet, da sein früherer Hausarrest von 2014 angerechnet wird. Es gibt wohl kaum einen Menschen, der mit einem milderen Urteil gerechnet haben wird, und Nawalny wird (ja muss) dies ebenfalls gewusst haben, was ihn erwartet, so dass es auch ein Internet-Video vom SPIEGEL gibt mit den Titel: „Alexej Nawalny: Held, Märtyrer, Hoffnungsträger?“, was ich mir allerdings nicht angesehen habe.


Und dieser Titel charakterisiert auch den Grund, weshalb ich hier Nawalny diesen Raum in meiner Autobiographie widme; denn er ist zweifellos mindestens ein Märtyrer und Held (wie dies auch Julian Assange, Chelsea-Bradley Manning und Edward Snowden und weitere Menschen für mich sind, die hier nicht alle genannt werden können), der eben auch in der >Nachfolge Christi< (Kapitel Nr. 26) steht, selbst falls er gar nicht religiös sein sollte.

Und ich musste zugleich an die Verszeile denken, von der ich nicht sicher war, ob sie eventuell von R.M. RILKE stammt, die lautet: „Denk: Es erhält sich der Held: Selbst der Untergang war ihm nur Vorwand: zu sein seine letzte Geburt“35. Ich weiß, dass ich den Vers bereits in einem der ersten Kapitel zitiert habe, finde den Vers aber einfach nicht wieder. Jedoch habe ich die Literaturstelle durch einen totalen Zufall doch Wochen später bei anderen Notizen entdeckt: Der Vers stammt tatsächlich von RAINER MARIA RILKE aus den >Duineser Elegien<, 1.Elegie, Zeile 40.

Zugleich fand ich einen anderen Vers36, der ebenfalls auf Helden zutrifft und vermutlich schon älter als 2000 Jahre ist, indem er aus dem indischen Epos >Mahabharata< stammt, mit den Worten: „Dieser ist ein Held, der allen Schicksalsprüfungen schuldlosen Leidens die Erkenntnis des Wahren entgegenhält“.


Innerhalb des Gerichtssaales soll Nawalny gesagt haben, dass er sich nie der Gesetzlosigkeit unterordnen werde, die die Uniform des Staatsanwaltes oder die Robe des Richters angezogen hat. Er forderte seine sofortige Freilassung und bezeichnete die Verhandlung als unrechtmäßig.

Dies muss man gemäß dem EUGH in Straßburg bereits von 2014 an als absolut zutreffend ansehen; denn es können ja kaum Bewährungsauflagen als gültig angesehen werden, die bereits auf einem Unrechtsurteil von 2014 basieren. Das damalige Urteil gegen Alexej Nawalny und seinen Bruder Oleg wurde vom EUGH als „konstruiert und grundlegend unfair“ bezeichnet. Auch wurde vom EUGH 2014 befunden, dass überhaupt kein Vergehen der Nawalny-Brüder erkennbar sei. Ihre Verurteilung habe schon damals womöglich einem illegitimen und undemokratischen Zweck gedient, nämlich: einen Regierungskritiker zum Schweigen zu bringen.

Dies hat Putin nun mit dem Urteil vom 02.02.2021 in Bezug auf die fast drei Jahre lange Haft für Nawalny vorläufig in die Tat umgesetzt. Bei dem Prozess waren übrigens Diplomaten aus 20 Staaten anwesend.


Es gab zu dem Artikel im SPIEGEL (online)37 sehr viele Leserkommentare: Ein Kommentar fiel mir besonders auf, der eine spezifische Art von (wenn auch perverser) Hoffnung beinhaltete. Der Leser schrieb nämlich: Putin sei ein gewisser Taktiker, der eventuell kalkulieren würde, Nawalny einen Straferlass in Form einer Milderung oder sogar Begnadigung zu gewähren. Damit würde Putin der gefährdenden Protestbewegung den Wind aus den Segeln nehmen und den westlichen Kritikern zeigen: „So ein Unmensch bin ich gar nicht“. Die meisten Leser-Kommentare jedoch sehen für Putins Regime den Anfang vom Ende und für Nawalny trotzdem (bzw. zugleich) keine hoffnungsvollen Aussichten, ob er überhaupt das Gefängnis noch einmal lebend verlassen wird.


Einen Märtyrer-Status anerkennen bei ihm die meisten, wie z.B. der Leser, der schreibt: „Es ist schon erstaunlich, welches Leid und welche Willkür Nawalny bereit ist, auf sich zu nehmen, um die politischen Ziele zu erreichen“. Im Kapitel Nr. 69 >Allmacht Gottes< ist ja dargelegt, dass Gott von niemandem verlangen würde, zum Märtyrer zu werden, sondern die früheren Märtyrer sollen dies alle freiwillig geworden sein. Und im Fall von Nawalny wird doch diese Freiwilligkeit zum Märtyrertum sehr deutlich; denn er hätte ja ganz sicher in Deutschland Asyl bekommen, nachdem er der beabsichtigten Ermordung noch einmal entgangen ist.


Im Gerichtssaal hatte Alexej Nawalny seiner Frau Julia nach dem Urteil noch unter Tränen zugerufen: „Sei nicht traurig, alles wird gut“. Als Ehefrau nun die fast drei Jahre ohne den eigenen Mann zu ertragen (wo man auf den Fotos und Filmaufnahmen usw. sehen konnte, dass beide sich definitiv lieben): Ich gestehe, dass ich dies seelisch nicht verkraften würde. Nawalny selbst hat als höchstes Ideal seine Vision (und seine Mission) auf ein besseres Russland, was er gegen den Verlust seiner Ehefrau immer hochhalten kann, auch wenn er seine Frau ebenfalls vermissen wird. Aber für sie kann diese Vision einfach zwangsläufig nicht gleich stark sein, da es ja eben Alexej Nawalnys Mission ist und ihre zwangsläufig nur sekundär sein wird, auch wenn sie mit ihm auf der gleichen politischen Linie ist.


Nawalny war ja schon mehrfach für mehrere Tage oder Wochen in Untersuchungshaft. Ob er jedoch jetzt eine absolute Vorstellung davon hatte, was ihn in dem Straflager erwarten würde, daran zweifle ich gelinde gesagt. Am 06.02.2021 gab es nämlich einen Artikel auf www.t-online.de mit dem Titel: „Bedingungen kommen Sklaverei gleich: Das erwartet Nawalny in der Strafkolonie“. Die Schilderungen in dem t-online-Artikel kommen dem ziemlich nahe, was ich bereits zu den unmenschlichen Bedingungen in den tausenden von Chinas Arbeitslagern in meinem Kapitel Nr. 20-D >Ritter auf schwarzem Pferd< dargelegt habe.


Auch in der russischen Strafkolonie Shamkhal, in die Nawalny wohl gebracht werden soll, herrschen miserable hygienische Bedingungen und gefährliche Zustände. Gezwungen zu 12-14 Stunden Arbeit pro Tag (unter einer Pseudo-Entlohnung von 2,20 bis 3,30 EURO pro Monat(!), die nicht ausgezahlt wird, wobei der Gefangene den freiwilligen Verzicht bescheinigen muss), observiert von korrupten Wärtern. Insgesamt sind in den russischen Gefängnissen 483.000 Menschen (also fast eine halbe Million) eingesperrt, neben Verurteilten wegen Drogendelikten oder wegen Mordes handelt es sich auch um viele politische Gefangene.


Die Pussy-Riot38-Musikerin/Sängerin Maria Alykhina (= Aljochina) beschrieb ihren Aufenthalt im Straflager als Zeit „endloser Demütigungen“. Drei Wochen lang sei sie beinahe täglich gynäkologisch untersucht worden. Jede Frau weiß, wie furchtbar dies ist, auch wenn mir meine Gynäkologin auf meine Nachfrage hin geantwortet hat, dass keine der Tausenden von Frauen, die sie über Jahrzehnte hinweg untersucht hat, es so schrecklich fand wie ich. Dies liegt an meiner generellen Prüderie. Durch ein langes Skript, was ich ausgearbeitet und ihr vorgelegt habe, war sie so verblüfft, dass sie mir seitdem jegliche Untersuchung erlassen hat, zu der ich wegen der jahrzehntelangen Einnahme von Hormonen eigentlich gehen müsste. Aber ich bin abgeschweift. Für Männer gibt es andere Arten von Schikanen.


In dem t-online-Artikel wird auch erörtert, ob für Nawalny die Gefahr bestünde, im Straflager ermordet zu werden. Und es wird ausgesagt, dass sich Putin dies nicht leisten könne, da der Kreml dann der einzig mögliche Mörder sei. Die Schuld sei dann zu offensichtlich. Jedoch kann es meines Erachtens immer Vorwände geben, falls Nawalny zu Tode kommen sollte. Gerade jetzt, während der Corona-Pandemie, könnte dies allein durch eine fingierte Ansteckung mit dem Virus ein Leichtes sein.


Ich bin ja im Prinzip vollkommen auf der Seite von Nawalny: Jedoch überhaupt nach dem Giftanschlag nach Russland zurückzukehren, finde ich irgendwie fahrlässig und auch fragwürdig (fast wie eine Versuchung Gottes), wie sich nun ja durch das Urteil zu fast drei Jahren Straflager doch auch herausgestellt hat. Dann seiner Frau zuzurufen: „Alles wird gut“! Schon allein drei Jahre lang wird überhaupt nichts gut werden können – erst Recht nicht für ihn selbst. Für solche optimistischen Äußerungen bei einer so schrecklichen Gesamtsituation habe ich keinerlei Verständnis. Es ist mittlerweile auch in irgendwelchen Filmen oder Fernsehsendungen üblich geworden, diesen absurden Optimismus abzusondern. Und dabei wird fast nie irgend etwas gut!


In meinem Kapitel Nr. 73-O >Bewusstsein< habe ich als Beispiel von einer Zahn-Operation geschrieben, in die ich gemäß einer früheren positiven Erfahrung guten Mutes gegangen bin, und ich dann aber aus völliger Unfähigkeit aller beteiligten Studenten und dem einen oder zwei Assistenzärzten fast an meinem eigenen Blut erstickt wäre und ich mir selbst durch mein eigenes Verhalten das Leben retten musste, weil alle anderen Beteiligten wie paralysiert waren.

Und ganz global gesprochen: Wann ist auf dieser Welt in der Jahrmillionen-langen Geschichte der Menschheit (nach esoterischen Erkenntnissen) wirklich etwas gut geworden? In Wahrheit ist gerade jetzt in der Corona-Pandemie alles eine Katastrophe, welche die Menschen ja überhaupt nicht in der Lage sind, zu meistern und die Einschränkungen zu ertragen. Und letztlich dürfen sich alle noch auf den Tod freuen, der ja angeblich zum Leben dazu gehört!


Am 10.02.2021 gab es übrigens die Nachricht, dass Julia Nawalnaja sich angeblich auf dem Weg nach Deutschland befinden soll, was ich glaube, dass es eine kluge Entscheidung von ihr ist. Auf dem Foto beim Tagesspiegel sah sie sehr ernst aus. Wahrscheinlich erkennt sie eher, in welcher schrecklichen Lage sich ihr Mann befindet und möchte nicht auch diesbezüglich noch in Sippenhaft genommen werden39.


Perverserweise ist Nawalny gleich am Freitag, den 05.02.2021 noch ein weiteres Mal angeklagt worden, u.z. weil er einen Weltkriegsveteranen (aus dem 2. Weltkrieg), der jetzt 94 Jahre alt ist, zusammen mit anderen Personen auf Twitter beleidigt haben soll, weil sie auf seiten des Kreml stehen und Nawalny sie deshalb als „Verräter“, als „Schande für Russland“ und als „Menschen ohne Gewissen“ bezeichnet hat. Dafür kann Nawalny mit einer Geldstrafe in Höhe von 56.000 EURO verurteilt werden40.


Allein dieses zweite Gerichtsverfahren, das wie an den Haaren herbeigezogen scheint, lässt nicht darauf hoffen, dass von Putin irgendeine „Gnade“ gegenüber Nawalny gewährt wird. Im Gegenteil: Für mich scheint es definitiv so, dass Putin regelrecht Alexej Nawalny persönlich zutiefst hasst und dass er ihn am liebsten unmittelbar töten würde. Ich fürchte leider das Schlimmste für Nawalny und es scheint mir zu 99 % unmöglich, dass er Erfolg haben könnte. Hoffentlich irre ich mich! - schrieb ich hier am 06.02.2021.


Leider scheint es mir aufgrund einer Nachricht vom 25.02.2021 bei www.t-online.de so, dass ich mich (mindestens) bezüglich Putins Haltung nicht zu irren scheine; denn Nawalny ist doch tatsächlich in ein anderes Gefängnis gebracht worden, wobei weder seinem Anwalt Wadim Kobsew noch seiner Familie der genaue Aufenthaltsort bekannt gegeben worden ist. Dies ist m.E. nun eine weitere Verletzung der Menschenrechte, vor denen Putin sich ja in keiner Weise scheut.

Nawalnys im Ausland lebender Mitarbeiter Leonid Wolkow schrieb bei Twitter: „Die Tatsache, dass wir jetzt nicht wissen, wo Nawalny ist und was mit ihm ist, bestätigt das Ausmaß der Bedrohung“41. Und auch Menschenrechtler hätten jetzt Angst um Nawalny; denn die Haftanstalten sind berüchtigt für rohe Gewalt, Folter und auch Todesfälle, wie ich bereits nach einem anderen Artikel schon ausgeführt habe.


Ungefähr drei Wochen war ungewiss, wo Nawalny abgeblieben war. Dann jedoch meldete er sich per Instagram aus der Strafkolonie Nr. 2 in der Kleinstadt Pohrow in der Region Wladimir nordöstlich von Moskau. Er schilderte, wie er jede Stunde von einem Wärter geweckt und ein Foto von ihm gemacht werde. (Chelsea Manning wurde im US-Gefängnis auch jede Stunde geweckt; sie musste generell bei Licht schlafen; siehe Kap. 77-B >Verrat um Assange< und auch Kap. Nr. 64-H >Zorn der Eliten<, obwohl ich die konkreten Angaben in meinem Stichwortverzeichnis so registriert habe, habe ich sie in den Kapiteln leider nicht wiedergefunden.)

Nawalny bezeichnet dies als „Erziehung durch Entmenschlichung“, wie dies alles schon von GEORGE ORWELL in „1984“ vorausgesagt wurde. Nawalny waren die Gerüchte über Folter durchaus bekannt, bisher habe Nawalny jedoch keinerlei Gewalt beobachten können. Seine Anwältin hat ihn auch bereits besuchen dürfen42.


Am Mittwoch, den 24.03.2021 kam dann jedoch bereits eine Meldung auf www.t-online.de, wie sich Alexej Nawalnys Gesundheitszustand plötzlich überraschend schnell verschlechtert habe: Er habe starke Rückenschmerzen und leide unter einem Taubheitsgefühl im rechten Bein. Während seine Anwältin Olga Michailowa ihn nun vorher schon einmal besuchen durfte, wird ihr jetzt der Zugang zu Nawalny verwehrt. Nawalny sei von einem Neurologen untersucht worden, der ihm ein Schmerzmittel gegeben habe, was keinerlei Wirkung zeigte. Über die Ursachen der Beschwerden hat der Neurologe sich nicht geäußert. Nawalnys engster Mitarbeiter Leonid Wolkow schrieb auf Twitter: Nawalny sei der persönliche Gefangene, die persönliche Geisel von Wladimir Putin, eines gefährlichen, verrückten Mörders“. Zuletzt hatte auch der US-Präsident Joe Biden bejaht, dass er den russischen Präsidenten für einen „Killer“ halte43.


Und gleich am nächsten Tag, dem 25.03.2021, kam um 16:32 Uhr die Meldung, dass Nawalnys Gesundheitszustand so schlecht sei, dass seine Anwältin um sein Leben fürchtet. Von der russischen Gesundheitsbehörde wurde jedoch am 25.03.2021 erklärt: „Auf der Basis der Untersuchungsergebnisse wurde sein Gesundheitszustand als stabil und zufriedenstellend bewertet“. Leonid Wolkow twitterte demgegenüber: „Es passiert etwas sehr Schlimmes mit ihm“. Und der deutsche Bundestagsabgeordnete Manuel Sarrazin (von der Partei Die GRÜNEN) forderte von der Bundesregierung, dass sie vom Kreml Transparenz verlangen solle. Denn: „Man kann den Eindruck gewinnen, dass die teilweise Genesung nach der Nowitschok-Vergiftung revidiert werden soll“. (Meines Wissens war Nawalny jedoch schon wieder vollkommen gesund gewesen.) Der Kreml erklärte daraufhin, dass er keinen Anlass sehen würde, sich um den Gesundheitszustand von Nawalny zu kümmern und auch keine Informationen dazu von der Gefängnisbehörde angefordert habe44.

In den Fernsehnachrichten von ZDF-heute am 25.03.2021 um 19:00 Uhr kam übrigens kein einziges Wort über Nawalny.


Ich selbst bin nun verstärkt unglücklich darüber, dass Nawalny nach Russland zurückgekehrt ist. Dies schrieb ich hier bereits am 25.02.2021. Denn wie ich schon früher erwähnt habe, halte ich diese Handlungsweise von Nawalny für eine unerlaubte „Versuchung Gottes“ (also dass Nawalny Gott damit versucht hat, dass DIESER sich für das Gute noch ein weiteres Mal erweisen müsse). Denn bereits einmal von einer versuchten Ermordung (durch den Gift-Anschlag) errettet worden zu sein, ist ja schon ein halbes Wunder.


Nawalny hat m.E. die absolute Bösartigkeit und Gemeinheit von Putin letztlich doch unterschätzt, die Macht der westlichen Empörung und sowieso den Aufruhr der jungen Russen jeweils überschätzt. Nach Russland zurückgekehrt zu sein, gleicht doch fast einem „Größenwahn“, der sich jetzt bitter rächt. Ich habe auch die Filmaufnahmen aus dem Gerichtssaal in Erinnerung, wo Nawalny über die Absurdität der Anschuldigungen „grinst“ – und ich wusste spätestens in der Sekunde, dass Putin weiterhin versuchen würde, Nawalny unbedingt auf irgendeine Weise zu vernichten. Man kann bei einem so mächtigen und moralisch verkommenen Despoten wie Putin nicht auch nur den Hauch eines Lächelns zeigen, sondern muss alles bitter-ernst nehmen.


Etwas, was ich bisher bezüglich Nawalny noch nicht erwähnt habe, ist, dass ihm vorgeworfen wird, wie er vor 15 Jahren rechtsradikal-nationalistisch orientiert gewesen sein soll mit ausländerfeindlichen und rassistischen Aspekten, wovon sich Nawalny jedoch in den vergangenen Jahren distanziert haben soll. Trotzdem ist von Amnesty International deshalb doch tatsächlich Nawalnys bisheriger Status als „gewaltloser politischer Gefangener“ aberkannt worden, da seine Aussagen Hass enthalten hätten. Aufgrund vieler Proteste hat Amnesty International dann jedoch eingestanden: Nichts, was Nawalny in der Vergangenheit gesagt habe, rechtfertige seine gegenwärtige Haft, die ausschließlich politisch motiviert sei.45

Übrigens ist doch irgendwie befremdlicherweise der russische Arzt Alexander Murachowski, der Nawalny direkt nach dem Giftanschlag im Aug.2020 behandelt hatte, mit 56 Jahren plötzlich (nun auch direkt am 05.02.2021) an einem Herzstillstand verstorben. Im Nov.2020 war dieser Chefarzt zum Gesundheitsminister der Region befördert worden. Der Arzt hatte damals für Nawalny nur eine Stoffwechselstörung bescheinigt und eine Vergiftung verleugnet (also eigentlich im Sinne Putins); denn Nawalny warf dem Arzt später die „Fälschung“ der Diagnose vor46. Wie jetzt hier die kriminalistischen Zusammenhänge sind, dafür habe ich zwar verschiedene Ideen, die jetzt aber den Rahmen sprengen würden.


Erst am 17.09.2020 erfuhr ich durch den Psychiater Dr. Manfred Lütz47 in der ZDF-Sendung von MARKUS LANZ, dass man über alle Menschen (und insbesondere auch nicht über die Regierenden der Welt, also auch nicht über Despoten) öffentlich eine psychiatrische Ferndiagnose stellen darf, also nicht mit solchen Eigenschaftswörtern wie „wahnsinnig“ oder „geistesgestört“ operieren darf bei der Charakterisierung dieser Persönlichkeiten. Darüber gibt es die sog. „Goldwater-Regel48. Gegen diese Regel, die ich bisher nicht kannte, habe ich immer wieder einmal in meiner Autobiographie verstoßen, und muss mich selbst nun deswegen kritisieren, kann dies aber kaum überall korrigieren.


Über Donald Trump zitierte Dr. Lütz dann übrigens von dem wohl berühmten amerikanischen Psychiater / Psychoanalytiker Dr. Otto Kernberg49 (der im Sept.2020 das 92. Lebensjahr erreicht hat), dass er Donald Trump zwar keine psychiatrische Diagnose verordnet, jedoch gesagt haben soll: Donald Trump sei ein zutiefst unmoralischer Mensch und eine Gefahr für die Demokratie. Trump würde für sich das Recht beanspruchen, alles tun zu dürfen, was er wolle, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.


Da hat das Schicksal nun jedoch um den 30.09.2020 herum dann doch mal „ein Wörtchen mitgeredet“; denn Trump ist trotz all seiner „Großkotzigkeit“, als sei er unantastbar, nun doch positiv auf Covid-19 getestet worden, musste sogar ins Krankenhaus, um beatmet zu werden und bekommt alle möglichen Medikamente. Insgesamt ist diese Situation (ca. einen Monat vor der US-Präsidentschaftswahl) generell nicht ganz unproblematisch, wie dies in der ARD-Sendung von ANNE WILL am 04.10.2020 thematisiert worden ist; denn niemand kann ein Interesse daran haben, dass die Demokratie in den USA gefährdet wird, was bei allen möglichen Szenarien denkbar wäre.


Zum Beispiel hat Donald Trump bereits in einer verwirrenden Aussage angekündigt: Sollte er die Präsidentschaftswahl verlieren, würde er zur Gewalt aufrufen von bestimmten Nazi-ähnlichen Gruppen. Und er soll vor verschiedenen Wahllokalen sogar schon Schlägertrupps organisiert haben, wird berichtet. Am Sonntagnachmittag, den 04.10.2020, ist er in einer hermetisch abgeriegelten Staatskarosse vor seinen Anhängern entlanggefahren, um diesen aus dem Auto zuzuwinken, obwohl er eigentlich im Krankenhaus sein müsste. Innerhalb des Wagens waren mit ihm mehrere Sicherheitsleute auf engsten Raum zusammengepfercht, die nun eigentlich alle in Quarantäne müssten.


Dr. Lütz sprach dann des weiteren darüber, dass in Wahrheit 1/3 (= ein Drittel) der Bevölkerung generell psychisch krank sei. In jeder Familie sei (mindestens) ein Mensch psychisch krank. Es entspricht diese Aussage von Dr. Lütz einer generellen Lebenserfahrung von mir, die mir durch die >Tyrannei< (siehe Kap. Nr. 7) begegnet ist und real immer noch begegnet, was ich alles total erschütternd finde.


Aber auch in meiner >Ursprungsfamilie< (wie ich diese in Kap. 14 geschildert habe) muss ich leider von meinem Vater aussagen, dass er gemütsmäßig irgendwie problematisch war (und auch versucht hat, mich eigenartig abzuwerten). Und über meine Mutter habe ich ja sogar zwei ganz eigene Kapitel geschrieben (Kap. Nr. 8 >Überlastung< und Kap. Nr. 13 >Aurisches Wesen), wo ich leider sogar regelrecht widergöttliche Eigenschaften von ihr benennen musste, wie z.B. eine ausgeprägte Lügenhaftigkeit. Auch in meiner weiteren (größeren) Verwandtschaft gibt es mindestens zwei problematische Persönlichkeiten, mit denen ich allerdings nie etwas zu tun hatte.


Im Kapitel Nr. 13-D >Aurisches Wesen< habe ich dann allerdings auch eine ganze Liste von eigenen Gestörtheiten (seelische und körperliche Krankheitssymptome) ausgeführt, um deren Überwindung oder Heilung ich mich einen großen Teil meines Lebens bemüht habe und bemühe. In demselben Kapitel-Teil habe ich auch HEINZ KOHUTS Thesen zur narzisstischen Wut referiert, insbesondere ist dort erwähnt, wie das deutsche Volk damals dem Willen des nun definitiv geistesgestörten (weil von Dämonen besessenen) Adolf Hitler verfallen war.


Zurück zu dem, dass Putin seinen Kritiker Nawalny im Prinzip schon seit Jul.2013 ausgeschaltet hatte: Trotz der Widerrechtlichkeit der Verurteilung ist Nawalny im Dez.2017 die Kandidatur zur Präsidentschaftswahl 2018 untersagt worden, was in Wahrheit nicht nur für diese eine Wahl gilt, sondern im Prinzip für alle Wahlen in der Zukunft, da Nawalny (zu Unrecht) als vorbestraft gilt. Und Putins größter Gegner, Boris Nemzow50, ist auf offener Straße mit 55 Jahren am 27.02.2015 erschossen (also ermordet) worden. Boris Nemzow galt vor diversen Jahren nach Präsident Jelzin als durchaus aussichtsreicher russischer Präsidentschaftskandidat (siehe im Kap. Nr. 24-J >Ashram).


Schon im Verlauf des Wahlsonntags (18.03.2018) gab es Berichte, wonach diverse unabhängige Beobachtungsgremien (u.a. aber auch von Nawalny und von der OSZE51) tausende von Beanstandungen (mehr als 2.700 Verstöße) bei der Durchführung der Wahl registriert haben. Und auch im Vorfeld gab es massive Beeinflussungen in allen möglichen Organisationen (z.B. in Universitäten, in Betrieben u.a.). Viele Wähler erklärten, sie seien von ihren Arbeitgebern unter Druck gesetzt worden, ihre Stimme abzugeben. Sie sind z.B. mit Bussen in die Wahllokale gefahren worden.


Diese Beeinflussungen zielten darauf ab, die Bevölkerung unbedingt a) überhaupt zur Wahl und b) natürlich speziell für Putin zu drängen. So betrug die Wahlbeteiligung immerhin ca. 67 % und Putins Ergebnis ca. 76,7 %, womit er erwartungsgemäß die Präsidentschaftswahl haushoch gewonnen hat und sechs weitere Jahre an der Macht bleiben wird. Dies ist jetzt Putins vierte Amtszeit (die nur durch den von mir so bezeichneten „Strohmann“ Dmitri Medwedew52 einmal vier Jahre lang unterbrochen war; Anm.d.Verf.). Putin und Medwedew sind seit ca. 1990 kameradschaftlich befreundet.

Der heftige Streit mit der britischen Regierung über den Giftanschlag am 04.03.2018 auf den Ex-Agenten Sergej Skripal (und dessen Tochter, die beide weiterhin in Lebensgefahr schwebten) in der südenglischen Stadt Salisbury scheint Putin weitere Wähler zugetrieben zu haben53.


Nach dem Ende seiner jetzigen 6-jährigen Amtszeit (also 2024) darf Putin (der jetzt 65 Jahre alt ist) nicht noch einmal antreten und hat auch eindeutig nicht die Absicht, noch jemals wieder zu kandidieren, wie er dies in einem Interview54 auf https://www.welt.de eindeutig gesagt, wobei der Bericht den doch fast amüsanten Titel trägt: „Putin nach der Wahl: Glauben Sie, dass ich hier sitze, bis ich 100 bin?“. Diese Aussage von Putin finde ich schon fast sympathisch und sie ist so ganz anders, als dies Angela Merkel in einem Interview noch am 14.03.2018 geäußert hat, wo sie eine jegliche Stellungnahme, ob es noch eine fünfte Kandidatur zur Bundeskanzlerin für sie geben werde, vollkommen abgelehnt hat.


Andererseits ist Putin nicht der Mensch, dem man eigentlich irgendetwas glauben darf, was er sagt. Dies habe ich schon im Mrz.2018 so geschrieben. Er würde garantiert jederzeit lügen, was sowieso die Grundhaltung der meisten Menschen ist, wie ich dies selbst bei meiner eigenen Mutter deutlichst erleben musste (siehe Kap. Nr. 13 >Aurisches Wesen); ich dies aber auch von diversen anderen Menschen kenne.


Nun noch einmal Aussagen bezüglich der Wahl in Russland: Wenn es nicht so traurig wäre, hätte man sich insbesondere totlachen können über eine durch eine Videokamera mitgeschnittene Handlung, wie jemand gleich massenhaft vorbereitete Stimmzettel bündelweise in eine Wahlurne warf. Dies bedeutet, dass Stimmzettel gefälscht worden sind. Sowohl dies als auch ein kurzes Interview mit Putin, nachdem er selbst seinen Stimmzettel in einem Wahllokal eingeworfen hatte, sind so absurd, dass einem die Worte fehlen. Sagte doch Putin wortwörtlich tatsächlich (allerdings auf russisch, was eben übersetzt wurde): „Ich akzeptiere jedes Ergebnis, welches mir erlaubt, als Präsident zu regieren“55. Dies wurde um 20:00 Uhr in den ARD-Nachrichten gesendet. Und ich frage: was würde er denn tun, wenn es ein solches Ergebnis nicht geben würde? Würde er sein ganzes Volk mit Gift umbringen? Dies hört sich absurd an, ist aber genau das, was der syrische Präsident Baschar al-Assad zum Teil getan hat.


So hat der Journalist REINHARD VESER dann auch bereits um 21:53 Uhr am 18.03.2018 folgenden Kommentar zur Wahl in Russland veröffentlicht mit den Worten: „Es wäre falsch, die sog. Präsidentenwahl in Russland nur als Farce56 abzutun. Sie hat zwar nichts mit einer Wahl im Sinne einer freiheitlichen Demokratie zu tun, aber sie ist auch kein völlig leeres Ritual“. Dann führte VESER sinngemäß aus: Es gehe darum, a) die Machtstrukturen durch alle Staatsorgane zu sichern und b) braucht Putin das Plebiszit57 zu seiner Person, um die Kontrolle über die konkurrierenden Seilschaften in der Elite zu behalten. Und so kann niemand etwas gegen Putin unternehmen, ohne das gesamte System zu gefährden58.


Wie ich schrieb, fand ich ja die Aussage von Putin Glauben Sie, dass ich hier sitze, bis ich 100 bin?“ schon fast sympathisch. Nun ist es jedoch am 15.01.2020 geschehen, dass auch meine Aussage, dass man Putin wohl kaum ein Wort glauben dürfte, fast Wirklichkeit geworden ist, insofern Putin doch tatsächlich in seiner „Rede an die Nation“ für alle überraschend eine Verfassungsreform angekündigt hat. Nach dieser wird er wohl nicht unbedingt 2024 nochmals für die Präsidentschaft kandidieren (was als solches sowieso nicht möglich wäre), jedoch wird er vermutlich für die Zeit danach für sich Vorsorge tragen, dass er weiterhin die insgeheime präsidiale Herrschaft behalten wird, wie er mit den Worten andeutete, dass Russland weiterhin eine „starke Präsidialrepublik“ bleiben würde.


Dies wäre möglich, wenn Putin ab März 2024 den Vorsitz des Staatsrates übernehmen würde: Formell würde er zwar das Amt des Präsidenten abgeben, nicht jedoch die faktische Macht. Außerdem könnte Putin theoretisch wieder zum Regierungschef werden, was dann eine Entsprechung zu 2008 hätte, als Medwedew zum Präsidenten gewählt worden war. (Medwedew ist übrigens wenige Stunden nach Putins „Rede an die Nation“ noch am 15.01.2020 als Regierungschef zurückgetreten, wovon die Bedeutung hier jetzt nicht näher aufgegriffen werden kann.)

Übrigens soll das nationale russische Recht über dem internationalen Recht stehen. So ist es für die russische Regierung noch einfacher, Menschenrechte zu ignorieren. Und auch Exil-Oppositionelle können praktisch nicht für das Präsidialamt kandidieren59.


Von den mindestens 200 Leserkommentaren zu der Analyse der Journalistin JULIA SMIRNOVA auf https://www.zeit.de vom 15.01.2020 sollen hier einige wenige herausgegriffen werden: a) Einmal der Vorschlag an Putin, dass er doch in der Verfassung das Zarentum wieder einführen solle; dann könnte er bis ans Lebensende regieren. b) Putin wird als Diktator und Kriegsverbrecher bezeichnet (wie ich selbst ihn ja auch sehe), dessen blutige Spur sich von Tschetschenien über London nach Syrien zieht. c) Russland sei beim Demokratie-Index auf Platz 144 und damit noch hinter Äthiopien, hinter Kongo und hinter Afghanistan. d) Es gibt in Russland keine Spur von Rechtsstaat und von Demokratie. e) Irgendwann stecken Leute wie Putin so tief in der Korruption, dass sie nach Abgabe der Macht damit rechnen müssen, in den Knast zu wandern und die Verwandtschaft und die Amigos ebenso. Deshalb gibt es bei diesen Despoten bereits in einem frühen Stadium einen „Point of no return“ (also einen Punkt, wo sie nicht mehr zurück können), schreibt ein Leser60. Und ich ergänze: Ich vermute, dass Putins Vorsorge genau solch einer Absicherung dient.


Wegen meines Engagements in Bezug auf Edward Snowden hier in diesen autobiografischen Studien könnte sich berechtigterweise jemand fragen, warum ich mich so sehr damit befasse, obwohl es bestimmt Tausende (in Wahrheit Millionen oder sogar Milliarden) von Menschen auf der Erde gibt, die auch in unerträglichen Lebenssituationen sind. Und tatsächlich habe ich auch ab ungefähr 2005 in einer monatelangen Lebensphase für jegliche (alle) Menschen auf dieser Welt gebetet, die in dieser oder jener Bedrängnis waren. Dabei habe ich für jede spezifische Bedrängnis eine extra Fürbitte formuliert, ob dies Menschen in Gefängnissen betraf, die von Wärtern oder Mitgefangenen schikaniert oder gefoltert werden, ob dies Frauen betraf, die zur Prostitution gezwungen wurden, ob Menschen, die von Todesstrafe bedroht waren, ob Kinder, die sexuell missbraucht oder misshandelt werden, ob es sich um Menschen in Kriegsgebieten handelt, z.B. in Israel und Palästina usw. usf.


Dies hat im Rahmen meiner sonst noch weiteren >Meditation< (Kapitel Nr. 40) einen sehr großen Raum eingenommen und ich habe dies monatelang täglich durchgeführt. Jedoch habe ich es irgendwann durch die vielfältigen eigenen Schwierigkeiten einfach nicht mehr geschafft, dies fortzuführen. Ich habe es immer mehr verkürzt, bis ich dann zu anderen notwendigen >Meditationen< übergegangen bin. So muss ich mich heutzutage darauf beschränken, in bestimmten Einzelfällen meine Kraft in diese spezielle Fürbitte, u.z. hier z.B. für Edward Snowden zu investieren. Ich bin speziell auf ihn natürlich durch das Fernsehen aufmerksam geworden, weil eben die massive Verfolgung durch die USA mir so stark und als Fragwürdigkeit zu Bewusstsein kam, wie ich dies in Teil 62-A dargelegt habe.


In dem kurzen Fernsehbericht des „heute-journals“ vom 27.07.2013 wurde Edward Snowden aus einer Entfernung von vielleicht 20 Metern gezeigt, wo er wohl vor wenigen Tagen gegenüber Reportern anscheinend eine Pressekonferenz abgehalten hat. Bzw. er hat wohl einer Gruppe von Menschenrechtlern gegenüber erklärt, er betrachte Russland nur als Übergangsstadium und wolle sobald wie möglich nach Lateinamerika weiterreisen61.

Gerüchte, dass Snowden freiwillig(!) mit dem jetzigen russischen Geheimdienst FSB zusammenarbeiten würde, halte ich für mehr als fragwürdig. Denn überhaupt Snowdens Flucht nach Moskau kann man ganz sicher nur als aus der Not geboren ansehen.


Ein Leser-Kommentator (als 5. Beitrag am 26.07.2013 um 15:41 Uhr) hat aufgegriffen, dass es wohl von Snowden eine sehr unglückliche Wahl war, „sich ausgerechnet die Musterdiktatur Russland mit deren Neu-Zaren Putin als Schutzpatron im Kampf für mehr Demokratie zu suchen“62. - Man muss befürchten, dass diese Aussage sich bewahrheiten wird. Jedoch habe ich bereits angedeutet, dass die Wahl von Moskau ganz sicher bei Snowden aus der Notsituation unter Zeitdruck heraus geboren worden ist.


Was ich jetzt jedoch aussagen wollte unter Bezugnahme auf den Fernsehbericht vom 27.07.2013 ist, dass allein aus dieser etwas größeren Entfernung von 20 Metern (und auf meinem nicht so sehr großen Fernsehbildschirm) ich sehen konnte, wie Edward Snowden Körper-Gewicht verloren hatte, obwohl er natürlich vorher auch schon total schlank war. Es zerriss mir das Herz, ihn so „abgemagert“ zu sehen: denn natürlich ist klar, dass er genügend zu essen bekommt, dass aber bei der Ungewissheit seiner Situation vermutlich genau das eingetreten ist, wie ich dies ebenfalls bereits in Teil 62-A geschildert habe und durch eigenes Erleben der Agonie63 untermauert habe. Ich will dies hier gar nicht wiederholen, weil es mich schon im Ansatz erneut belastet.


Edward Snowdens ungewisse Zukunft ist eine unerträgliche Situation. Beziehungsweise kann man jetzt eigentlich schon sagen: Die durch Putin offiziell verkündete Option in Bezug auf eine in Betracht zu ziehende Auslieferung an die USA ist ein ungeheuerlicher Verrat an Edward Snowden. Denn selbst wenn Edward Snowden nicht gefoltert werden sollte usw. – was für einen Gerichtsprozess soll er schon von diesen verbrecherischen US-Illuminaten zu erwarten haben? Was für ein Urteil soll dabei schon herauskommen? Bestimmt nicht ein Jahr auf Bewährung!!! Denn er wird der Spionage angeklagt!


Da hilft das gute Ansinnen des FDP-Politikers Wolfgang Kubicki auch sehr wenig, der vorschlägt, in Deutschland solle Geld für Snowden gesammelt werden, damit ihm in den USA gute Anwälte finanziert werden können64. Was sollten die besten Anwälte der Welt gegen die Übermacht der US-Illuminaten ausrichten, die zutiefst in ihrem Machtwahn durch die Enthüllungen gekränkt sind (siehe die Darlegungen in meinem erst später ausgearbeiteten Kapitel Nr. 64 >Zorn der Eliten<).

Was Snowden trotz bester Rechtsanwälte zu erwarten hätte, kann man aus dem Fall von Bradley (jetzt: Chelsea) Manning schlussfolgern, wie ich dies in dem folgenden Teil 62-C >Whistleblower< ausgeführt habe.


Fortsetzung folgt in Teil C

des Kapitels Nr. 62 >Whistleblower<.


2 http://www.bild.de/politik zu dem Artikel „Wie eng ist Snowden mit Russlands Geheimdienst?“ vom 25.07.2013, 17:32 Uhr.

4 http://www.spiegel.de/politik zu dem Artikel „USA schließen Todesstrafe für Snowden aus“ vom 26.07.2013 um 17:09 Uhr.

5 http://www.bild.de/politik zu dem Artikel „Wie eng ist Snowden mit Russlands Geheimdienst?“ vom 25.07.2013, 17:32 Uhr.

7 Dies ist einer von 643 Kommentaren (bis 24:00 Uhr am 27.07.2013) zu http://www.spiegel.de/politik mit dem Titel „USA schließen Todesstrafe für Snowden aus“ vom 26.07.2013 um 17:09 Uhr.

9 Dies ist einer von 643 Kommentaren (bis 24:00 Uhr am 27.07.2013) zu http://www.spiegel.de/politik mit dem Titel „USA schließen Todesstrafe für Snowden aus“ vom 26.07.2013 um 17:09 Uhr.

10 Dies ist einer von 643 Kommentaren (bis 24:00 Uhr am 27.07.2013) zu http://www.spiegel.de/politik mit dem Titel „USA schließen Todesstrafe für Snowden aus“ vom 26.07.2013 um 17:09 Uhr.

13 Dies ist einer von 643 Kommentaren (bis 24:00 Uhr am 27.07.2013) zu http://www.spiegel.de/politik mit dem Titel „USA schließen Todesstrafe für Snowden aus“ vom 26.07.2013 um 17:09 Uhr.

20 a) Artikel und Leserkommentare auf www.tagesschau.de vom 04.09.2020 mit dem Titel „Es geht um mehr als Gas“. b) Artikel auf www.t-online.de vom 05.09.2020 mit dem Titel: „Fall Alexej Nawalny. Die fragwürdigen Thesen von Linken und Rechten“. c) Artikel auf www.tagesschau.de vom 08.02.2020 mit dem Titel: „Streit um Nord Stream2: Abhängigkeit von Russlands Gas?“

25 Artikel auf www.t-online.de vom 07.09.2020 mit dem Titel „Putins Werk und Deutschlands Ohnmacht“ von GERHARD SPÖRL.

31 Nach einem Artikel auf www.t-online.de vom 17.01.2021 mit dem Titel: „Nach Giftanschlag: Nawalny kehrt nach Russland zurück und riskiert Haft“.

32 Nach einem Artikel auf www.t-online.de vom 24.01.2021 mit dem Titel: „Demonstrationen in 100 Städten: Mehr Sanktionen gegen Russland gefordert“.

33 Nach einem Artikel auf www.t-online.de vom 31.01.2021 mit dem Titel: „Ehefrau von Nawalny in Gewahrsam: Proteste gegen Putin – mehr als 4000 Festnahmen“.

37 Nach einem Artikel auf https://www.spiegel de vom 02.02.2021 mit dem Titel: „Urteil gegen Kreml-Kritiker: Nawalny muss mehrere Jahre ins Gefängnis“.

39 Nach einem Artikel auf https://www.tagesspiegel.de vom 10.02.2021 mit dem Titel: „Laut russischem Medienbericht: Nawalnys Ehefrau offenbar nach Deutschland geflogen“.

40 Nach einem Artikel auf https://www.n-tv.de vom Freitag, den 05.02.2021 mit dem Titel: „Putin-Gegner erneut vor Gericht: Nawalny wegen Verleumdung angeklagt“.

41 Nach einem Artikel auf www.t-online.de vom 25.02.2021 mit dem Titel: „Aufenthaltsort unbekannt: Kreml-Kritiker Nawalny heimlich in andere Haftanstalt verlegt“.

42 Nach einem Artikel auf www.t-online.de vom 16.03.2021 mit dem Titel: „Jeder wird überwacht: Nawalny meldet sich aus russischem Straflager“.

43 Nach einem Artikel auf www.t-online.de vom 24.03.2021 mit dem Titel: „Gesundheitszustand von Alexej Nawalny verschlechtert sich offenbar“.

44 Nach einem Artikel auf www.t-online.de vom 25.03.2021 (um 16:32 Uhr) mit dem Titel: „Kremlgegner im Straflager. Anwältin: Fürchten um Nawalnys Leben“.

45 Nach einem Artikel bei https://www.tagesspiegel.de vom 26.02.2021 mit dem (missverständlich formulierten) Titel: „Amnesty geht auf Distanz zu Nawalny: Kein politischer Gefangener“.

46 Nach einem Artikel auf www.t-online.de vom 05.02.2021 mit dem Titel: „Kreml-Kritiker behandelt: Nawalnys Arzt in Russland stirbt offenbar an Herztod“.

48 Goldwater-Regel: Sie ist nach dem US-Politiker Barry Morris Goldwater (1909-1998) benannt worden, der 1964 Präsidentschaftskandidat der Republikaner war. Der Begriff nach seinem Namen ist m.E. sehr missverständlich, weil man denken würde, B.M.Goldwater hätte diese Regel (inhaltlich siehe im obigen Text) formuliert. Jedoch liegt der Sachverhalt völlig anders; denn B.M.Goldwater wurde damals (1964) vor der Präsidentschaftswahl von über 1000 Psychiatern öffentlich verleumdet, insofern sie ihm Paranoia, Narzissmus und eine schwere Persönlichkeitsstörung attestierten, so dass B.M.Goldwater die Wahl verlor. Seitdem sollen solche psychiatrischen Diagnosen nicht mehr über Personen des öffentlichen Lebens erstellt werden, wenn nicht eine wirkliche Untersuchung stattgefunden hat, die ja im Prinzip nur von einem oder zwei Psychiatern direkt erfolgen könnte, nicht aber von 1000 Psychiatern. Es handelte sich damals somit um eine politisch gesteuerte Verleumdungskampagne gegen B.M.Goldwater (Darlegungen der hiesigen Verfasserin in Anlehnung an https://dorsch.hogrefe.com (Lexikon der Psychologie).

Tatsächlich ist auch das politische Magazin, das damals diese Ferndiagnose publiziert hatte, wegen Verleumdung verurteilt worden zu wohl 75.000 US-Dollar Geldstrafe (nach WIKIPEDIA über Barry M. Goldwater). Es ist eigentlich auch sowieso aufgrund seiner bereits jahrzehntelangen politischen Tätigkeit, wo B.M. Goldwater schon über fünf Legislaturperioden in einem US-Staat immer erneut wiedergewählt worden war, fast völlig ausgeschlossen, dass er irgendwie geistesgestört gewesen sein könnte. Auf einem abgebildeten Foto macht B.M.Goldwater auch einen ausgesprochen intelligenten, kultivierten, ja fast edlen Eindruck, wo er zudem als gutaussehend fotografiert worden ist.

In einem Online-Artikel mit dem Titel „Die Goldwater-Regel“ von Christian Weber von der Süddeutschen Zeitung (vom 13.05.2020) wird denn auch diese Regel thematisiert aufgrund der Präsidentschaft von Donald Trump, der doch auch als sehr problematisch mit seinen Tweets bei Twitter und seinen bizarren Auftritten angesehen wird. Und der Autor des Artikels meint, dass man auch ohne Hilfe der Psychiatrie erkennen könne, dass Trump „ein wirrer Lügner“ sei.

Es wird in dem Artikel dann des weiteren ausgesagt: „Ob Kim Jong-un zurechnungsfähig ist, lässt sich aus der Ferne vermutlich nicht herausfinden, dazu ist er zu abgeschirmt“. Und es wird dann durch Christian Weber ausgesagt, dass auch psychisch gestörte Politiker erfolgreich sein können. „So etwa der depressive und alkoholabhängige Winston Churchill oder der sexbesessene und narzisstische John F. Kennedy.“ Und WEBER fügt dann ironischerweise an: „Wenn die Ferndiagnose ihrer Beschwerden stimmt.“

54 Interview mit Wladimir Putin auf https://www.welt.de, wobei der Bericht den doch fast amüsanten Titel trägt: „Putin nach der Wahl: Glauben Sie, dass ich hier sitze, bis ich 100 bin?“.

60 Leserkommentare zu dem Artikel von JULIA SMIRNOVA auf https://www.zeit.de unter dem Titel: „Der ewige Putin“ am 15.01.2020.

61 http://www.bild.de in dem Artikel „Will Snowden jetzt in Russland bleiben?“ vom 24.07.2013 um 13:53 Uhr.

62 Dies ist einer von 643 Kommentaren (bis 24:00 Uhr am 27.07.2013) zu http://www.spiegel.de/politik mit dem Titel „USA schließen Todesstrafe für Snowden aus“ vom 26.07.2013 um 17:09 Uhr.

64 http://www.bild.de in dem Artikel „Will Snowden jetzt in Russland bleiben?“ vom 24.07.2013 um 13:53 Uhr.