Sternenschnee

Kim Carrey:

Sternenschnee (415)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Verrat um Assange (77.D) Forensik

...der Fall Gustl Mollath



Vorangestellte Inhaltsangabe zum Kap. Nr. 77-D >Verrat um Assange<:


Teil D: Das psychische Klima in der forensischen Psychiatrie sei unerträglich – wesentlich schlimmer als im normalen Strafvollzug. Gustl Mollath machte einen extrem vernünftigen, bewusstseinsklaren und zudem intelligenten Eindruck. Berufliche Erfahrungen in offenen psychiatrischen Kliniken. Einzelnes Personal neigt auch dort immer zu Machtmissbrauch, der durch höhere Instanzen per Supervision unter Kontrolle gehalten werden muss. Menschen würden sich ständig austesten, wie weit sie gehen dürfen; dies läge in der menschlichen Natur, ist eine Fehlanschauung. Alle Instanzen müssen sich in ihren eigenen Reihen prüfen. Nicht die Patienten oder Gefangenen haben die Sparringspartner für das Personal zu sein. In dem Buch >Die Affäre Mollath< wird unserem (deutschen) Rechtsstaat ein beängstigendes Versagen attestiert. Gustl Mollath strebt nun Strafanzeigen gegen alle beteiligten Personen an, wofür ihm alles Glück und Erfolg der Welt gewünscht sein soll.

Die Rolle des IWF-Kredits. Nils Melzer behauptet, die ecuadorianische Botschaft habe Julian Assange jahrelang ein extrem feindseliges und willkürliches Umfeld geboten, was im Grunde genommen der ecuadorianische Außenminister bestätigt hat. Die Beendigung des Asyls habe Ecuador als Gefälligkeit gegenüber den USA vollzogen – und Geld dafür kassiert. Tatsächlich hat Ecuador vom IWF (internationaler Währungsfonds) 4,2 Milliarden US-Dollar Kredit bekommen. Die bis jetzt beim IWF geschäftsführende Direktorin Christine Lagarde ist seit 02.07.2019 Präsidentin der Europäischen Zentralbank nominiert. Der IWF ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C. Das absolute Hauptbestimmungsrecht haben mit 16,52 % die USA, erst danach kommen mit 6% andere Staaten. Die USA bestimmen also, an wen Kredite vergeben werden. Wem also muss ein Staat gefügig sein, wenn er einen Kredit bekommen möchte? Der IWF hat auch Priviligierten (Oligarchen) geholfen, sich auf Kosten der ärmeren Bevölkerung zu bereichern. Bei Griechenland gab es eine Liste von 2.600 Schwarzgeldkonten bei einer Schweizer Großbank. Statt dass das griechische Volk diese Ausplünderung erkennen würde, dämonisiert es Deutschland mit Angela Merkel wegen der Sparsamkeitsbedingungen.

Vertreibung aus der Botschaft. Bereits am 15.03.2019 gab es Aussagen des ecuadorianischen Außenministers, dass man Julian Assange die Lage in der Botschaft unerträglich machen wollte, damit er von sich aus geht. Nils Melzers Gutachten über das feindselige Umfeld wird hiermit verifiziert. Jedoch wohin hätte sich Julian Assange wenden sollen? Am 09.05.2019 hat Nils Melzer Assange mit zwei Ärzten im Gefängnis besucht und erschütternde Aspekte dargelegt: Melzer warnte eindringlich vor einer Auslieferung an die USA, da dort eine grausame, unmenschliche und erniedrigende Behandlung nicht ausgeschlossen sei. Assange ist neun Jahre lang systematisch gerichtlich verfolgt worden (ausgehend von Schweden), willkürlich inhaftiert worden und in der Botschaft repressiv isoliert, belästigt und überwacht worden. Assange ist in der Botschaft kollektiv verhöhnt, beleidigt und gedemütigt worden. und es gab wiederholte Aufrufe, ihn zu ermorden. Schwerwiegende mahnende Worte von Nils Melzer: Niemals habe er erlebt, dass sich eine Gruppe demokratischer Staaten gegen ein einzelnes Individuum so zusammengeschlossen habe, dass sie dessen Menschenwürde so wenig berücksichtigt haben. Assange sei isoliert, dämonisiert und missbraucht worden. Und Nils Melzer schloss mit den Worten:

Die kollektive Verfolgung von Julian Assange muss hier und jetzt enden!!!“


FN: (Teil D): supervidiert. Regierungssystem in Ecuador. Christine Lagarde.


(77-D) >Verrat um Assange<


Forensische Psychiatrie / der Fall Gustl Mollath


Was ich aber eigentlich hier berichten wollte, dass sind Aussagen von Gustl Mollath und anderer Gefangener aus den forensischen pyschiatrischen Kliniken in ganz Deutschland (die zu einem Podiumsgespräch mit Gustl Mollath zusammengekommen waren), welche authentisch aussagen, dass die psychischen Zustände (das psychische Klima) dort unerträglich schlimm seien. Diese Dokumentation habe ich mir dann noch auf YouTube im Anschluss an den Film bewusst angesehen, wo sowieso Gustl Mollath einen extrem vernünftigen, bewusstseinsklaren und zudem intelligenten Eindruck machte.


Es wurde dort berichtet, dass die forensische Psychiatrie wesentlich schlimmer sei als der reguläre Strafvollzug für Verbrecher, so dass es immer wieder Gefangene gibt, die sich dort freiwillig hinversetzen lassen, nur um von dieser forensischen Psychiatrie wegzukommen. Denn das dortige Personal (und zwar alle dort Beschäftigten von der niedrigsten bis zur höchsten Rangebene - also die Ärzte) soll sich unerträglich für die Patienten verhalten. Diese Darstellungen haben mich doch persönlich entsetzt.


Ich kenne aus beruflicher Erfahrung offene psychiatrische Kliniken, wo doch einigermaßen erträgliche Zustände herrschen. Allerdings muss dies immer durch höhere Instanzen auch unter Kontrolle gehalten und sozusahen in Besprechungen supervidiert1 werden, da leider einzelnes Personal immer auch zu Machtmissbrauch neigt. Ich selbst gehörte zu solchen höheren Instanzen und so wagten manche Personen es nicht, sich ausdrücklich fragwürdig zu verhalten, denn sie wussten, dass die Patienten mir dies erzählen würden und ich dies thematisieren würde. Es wundert mich eigentlich total, dass es so etwas in der forensischen Psychiatrie anscheinend nicht zu geben scheint, wobei natürlich auch die Machtverhältnisse eine Rolle spielen. Hat ein Psychiater eine antiquierte strenge Anschauung, traut sich eventuell anders denkendes Personal nicht zu äußern. Jedoch normalerweise dürfte es so etwas in unserer heutigen Zeit gar nicht mehr geben.


Eventuell bei der Podiumsdiskussion auf YouTube, die den Titel trug „Gustl Mollath und seine Abrechnung mit dem System“ (oder in dem Dokumentarfilm) sagte denn auch ein Fachmann: Menschen würden sich ständig austesten, wie weit sie gehen dürfen. Dies liege in der menschlichen Natur. Und so kann Missbrauchsverhalten immer auftreten und der Bürger ist gezwungen, sich dagegen zu wehren und er muss dies auch tun.

Allein diese Anschauung finde ich total fragwürdig und antiquiert, auch wenn sie zu einem großen Prozentsatz leider immer noch der Realität entsprechen mag. Es ist die Aufgabe aller Instanzen, in ihren eigenen Reihen sich permanent durch eine Art Supervision zu prüfen und sich weiterzuentwicklen, dass ein bestimmtes Missbrauchsverhalten überhaupt gar nicht erst auftritt. Und nicht haben die Patienten (oder Gefangenen) die Sparringspartner für die Entwicklung der in den Instanzen tätigen Menschen zu sein.


Ich habe merhere Sendungen auf YouTube gesehen, die ich alle schwer von der Quellenangabe zuordnen konnte: So z.B. auch einen Ausschnitt bei Markus Lanz vom 25.06.2013, wo man sich überwiegend auf die Dokumentation von Report Mainz der ARD bezog. Bei Markus Lanz war ein UWE RITZER, der zusammnen mit einem anderen Autoren OLAF PRZYBILLA das Buch geschrieben hat >Die Affäre Mollath – Der Mann, der zuviel wusste<, worin unserem Rechtsstaat ein beängstigendes Versagen attestiert wird.


Dann waren verschiedene Auszüge aus Nachrichtensendungen zusammengestellt (ein sog. TV-Medienspiegel), wo immer wieder der Freispruch von Gustl Mollath am 14.08.2014 gezeigt wurde, wonach er ein freier Mann bleiben wird, auch wenn die (angeblichen) Misshandlungen gegen seine Frau immer noch nicht ausgeräumt sind.

Gustl Mollath strebt nun jedoch verschiedene Strafanzeigen gegen alle beteiligten Personen an, wie primär gegen seine Ex-Ehefrau, gegen die Ärzte, gegen den Richter, gegen die Behörden, die den Steuerhinterziehungen der Bank nicht nachgegangen sind usw. usf.

Ich wünsche ihm alles Glück und Erfolg der Welt dafür!!!


Die Rolle des IWF-Kredits


Zurück zu dem Fall von Julian Assange, bei dem man nun gar nicht mehr weiß, welchen Aufenthalt man ihm wünschen mag. Der UN-Sonderberichterstatter Nils Melzer schreibt die Symptome von chronischer Angst, extremem Stress und einem schweren psychologischen Trauma der Tatsache zu, dass die Botschaft von Ecuador ihm jahrelang ein extrem feindseliges und willkürliches Umfeld geboten habe. Vermutlich war Assange dort ohne jegliche fachkundige Betreuung und lief neben dem hauptsächlichen Botschaftsverkehr als belastender Faktor mit einher. Und Leser machen der britischen Regierung schwere Vorwürfe, dass sie Assange nicht regulär habe nach Ecuador ausreisen lassen; denn das wäre sein verbrieftes EU-Recht gewesen. Bei erteiltem Asyl muss die freie Ausreise gewährt werden – alles andere ist ein Verstoß gegen die Menschenwürde2.


Und ein Leser (J.) schreibt: „Wie kann man denn einer Person Schutz gewähren, und sie dann an ihre Peiniger ausliefern. So etwas Hinterhältiges und Bösartiges, wirklich kaum vorstellbar, dass Menschen zu so einer Grausamkeit fähig sind. Die Verantwortlichen sollten vor den UN Gerichtshof für Menschenrechte für ihre niederträchtigen Taten zur Verantwortung gezogen werden“3.


Ein weiterer Leser (K.) ergänzt dann. Die Beendigung des Asyls habe Ecuador als Gefälligkeit gegenüber den USA vollzogen, weil Ecuador viel Geld dafür bekommen habe, was allerdings nirgendwo offiziell gesagt wird.

Jedoch fand ich nachträglich vom 15.03.2019 einen Artikel, wo dargelegt wird, dass Ecuador vom IWF (= dem Internationalen Währungsfonds) 4,2 Milliarden US-Dollar innerhalb der nächsten drei Jahre als Kredit ausgezahlt bekommen wird, wovon 652 Millionen US-Dollar bereits umgehend überwiesen werden. Dies hat natürlich nicht direkt (oder jedenfalls nicht erkennbar) etwas mit Julian Assange zu tun. Jedoch hatte Präsident Lenin Moreno4 um diesen Kredit als Finanzhilfe gebeten.


Und es ist nun für mich überraschenderweise plötzlich am 02.07.2019 der Name von Christine Lagarde5 in den Medien aufgetaucht, wo ich zuerst gar nicht begriff, worum es ging. Denn es war mir bekannt, dass sie seit 2011 den Internationalen Währungsfonds in Washington als geschäftsführende Direktorin geführt hat. Nun aber soll sie plötzlich das Amt der Präsidentin der Europäischen Zentralbank übernehmen6.


Es gibt nun bestimmte Besonderheiten, welche den IWF kennzeichnen, wie ich sie nach WIKIPEDIA (Stand vom 26.06.2019) referiere. Zunächst einmal ist der IWF eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C., USA, wo man bei den UN ja immer an etwas Gutes glauben will. In dieser Organisation haben aber nun die USA das absolute Hauptbestimmungsrecht mit 16,52% darüber, an wen Kredite vergeben werden. Dies begründet sich natürlich in dem höheren Eingabebetrag, den die USA dort hinein investiert haben. Erst mit 6,15% folgt Japan, danach China mit 6,09% und dann Deutschland mit 5,32%7. Danach folgen weitere, die ich jetzt hier nicht anführe.


So kann man sich an einer Hand abzählen, wem ein Staat gefällig (oder gefügig) sein muss, um einen Kredit zu erhalten. Nur die USA besitzen übrigens allein das Recht, im potenziellen Fall ein Veto einzulegen. Und so stellt sich heraus, dass der IWF im wesentlichen ein vollkommenes wirtschaftliches (kapialistisches) Machtinstrument der USA darstellt, um hilfsbedürftigen Staaten ihre industriellen Strukturvorgaben aufzudrücken. Dem IWF wird deshalb auch vorgeworfen, durch die von ihnen verlangten Bedingungen in vielen Ländern die bestehenden Sozialsysteme zu zerstören8.


In die Kritik geraten ist der IWF auch dadurch, dass er Priviligierten (also Oligarchen) in hilfsbedürftigen Ländern geholfen hat, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. Insbesondere bei Griechenland gab es eine Liste von 2.600 Schwarzgeldkonten bei der Schweizer Filiale der Großbank HSBC9.

Ich hatte dies bereits ohne diese konkrete Kenntnis in meinem Kapitel Nr. 46-H(I) >Existenzsicherung< über die Griechenlandkrise angedeutet gehabt, dass das griechische Volk nicht einmal richtig bemerkt, wie es von seinen Oligarchen ausgeplündert wird und stattdessen Deutschland mit Angela Merkel dämonisiert hat wegen irgendwelcher Bedingungen, die vom griechischen Staat erfüllt werden sollten. Hierdurch sind nun meine Ahnungen als Wahrheit verifiziert.


Damit nun die Bewilligung des IWF-Kredites geschehen konnte, musste eben auch Ecuador bestimmte Strukturanpassungen innerhalb seines Wirtschaftssystems umsetzen. Dazu gehörte als eine der ersten Maßnahmen, dass Angestellte aus dem öffentlichen Dienst entlassen worden sind, um dadurch Staatskosten einzusparen und die Arbeitsverhältnisse im privaten Sektor anschließend neu zu strukturieren.


Dies bedeutet allein für 10.000 von Betroffenen (die bereits seit Ende Feb.2019 etlassen worden sind) mindestens übergangsweise Arbeitslosigkeit und eventuell anschließend das Eingehen auf Arbeitsverhältnisse im Niedriglohnsektor mit Dumpingpreisen und Subunternehmertum (Am.d.Verf.). Dies hat zwangsläufig den Widerstand sozialer Organisationen und Gewerkschaften zur Folge, die zu breiten Proteste aufgerufen haben. Bereits im Mrz. und Apr.2019 sollen diese schon stattgefunden haben10.


Vertreibung aus der Botschaft


Neueren Datum, nämlich vom 17.06.2019, stammt ein Artikel mit dem Titel „Drohende Auslieferung von WikiLeaks-Gründer bringt Ecuador in Verlegenheit“, wonach es dem Außenminister von Ecuador (es war mir nicht möglich, dessen Namen herauszufinden) ein Anliegen war, vermeintlich „ungenaue“ Informationen über Julian Assange Auslieferung richtigzustellen. Dabei kommt es dem Außenminister besonders darauf an, dass Großbritannien Julian Assange nicht an ein Land ausliefern soll, welches mit der Todesstrafe droht. Dies sei Ecuador zugesagt worden und man vertraue da auf Großbritannien, dass dieses diese Garantie einhält.


In dem Artikel auf https://amerika21.de sind dann von dem Autor TIMM B. SCHÜTZHOFER merkwürdige Aspekte angesprochen, u.z. dass seit dem Amtseintritt von Lenin Moreno es eine Reihe von Schritten gegeben habe, die dazu dienten, die Lage von Julian Assange derart unerträglich zu machen, dass er die Botschaft von sich aus verlässt. Für Moreno war Assange anscheinend „wie ein Stein im Schuh“ (Formulierung von Moreno selbst) gewesen, von dem Moreno sich unbedingt befreien wollte.

Und Moreno versucht Kritiker über seine Entscheidung, Assange an die Briten auszuliefern, damit zu beruhigen bzw. abzufertigen, dass Großbritannien ihm Garantien gegen eine Auslieferung versichert habe, falls Todestrafe drohe11.


Dieser Satz, dass man Julian Assange die Lage in der Botschaft versucht habe unerträglich zu machen, um ihn sozusagen von sich aus hinauszutreiben, ist schon so extrem verräterisch, dass einem die Worte fehlen: Denn wohin hätte Julian Assange sich denn wenden sollen?

Und es deutet definitiv das an, wovon der Sonderberichterstatter Nils Melzer immer wieder gesprochen hat, was man auch schon gar nicht richtig verifizieren konnte, nämlich dass Julian Assange innerhalb der ecuadorianischen Botschaft tatsächlich jahrelanger psychologischer Folter ausgesetzt war. Dass Julian Assange Gesundheit durch extrem feindseliges und willkürliches Umfeld in den vergangen Jahre schwer beeinträchtigt worden ist12. Es ist dies alles ungeheuerlich!!!


Auf WIKIPEDIA fand ich zu „Julian Assange“ (Stand: 15.06.2019) dann noch weitere Aussagen des Schweizers Nils Melzer, welcher vom UN-Menschenrechtsrat als Sonderberichterstatter für Folter am 09.05.2019 zu Assange in das britische Hochsicherheitsgefängnis geschickt worden war (zusammen mit zwei medizinischen Experten), der daraufhin folgende Worte für Assange Situation formulierte: Er verurteilte den „vorsätzlichen und abgestimmten Missbrauch“, der dem Mitbegrüder von WikiLeaks seit Jahren auferlegt würde. Zudem betonte er: „Meine dringlichste Sorge ist, dass Herr Assange in den Vereinigten Staaten einem echten Risiko schwerer Verletzungen seiner Menschenrechte ausgesetzt wäre, einschließlich seiner Meinungsfreiheit, seines Rechts auf ein faires Verfahren und des Verbots von Folter und anderer grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe.“13


Des weiteren beschrieb Nils Melzer: „Im Laufe der letzten neun Jahre war Herr Assange hartnäckigem, fortschreitendem Missbrauch ausgesetzt, der von systematischer gerichtlicher Verfolgung und willkürlicher Inhaftierung in der ecuadorianischen Botschaft über seine repressive Isolation, Belästigung und Überwachung innerhalb der Botschaft bis hin zu vorsätzlicher kollektiver Verhöhnung, Beleidigung und Demütigung, offener Anstiftung zu Gewalt (gegen Assange; Anm.d.Verf.) und sogar wiederholten Aufrufen zu seiner Ermordung reichte.“14


Nils Melzer hat dann offizielle Schreiben Ende Mai 2019 an die Regierungen von Ecuador, an die USA, an Großbritannien und an Schweden verschickt, in denen er die vier beteiligten Regierungen aufforderte, „von der weiteren Verbreitung, der Anstiftung oder der Duldung von Erklärungen oder anderen Aktivitäten Abstand zu nehmen, welche die Menschenrechte und die Würde von Assange beeinträchtigen.“ Des weiteren forderte Nils Melzer die vier Regierungen auf, „Maßnahmen zu ergreifen, um ihm angemessene Rechtsbehelfe und Rehabilitation für frühere Schäden zu bieten“.15


Er appellierte ferner an die britische Regierung, Assange nicht an die USA oder einen anderen Staat auszuliefern, der keine zuverlässigen Garantien gegen seine Weiterleitung an die USA bietet. Er erinnerte auch das britische Königreich an dessen Verpflichtung, Assange ungehinderten Zugang zu Rechtsbeistand, Dokumentation und angemessener Vorbereitung entsprechend der Komplexität des anhängigen Verfahrens sicherzustellen.


Weiter sind dann auf WIKIPEDIA die folgenden schwerwiegend mahnenden Worte von Nils Melzer referiert: „In 20 Jahren Arbeit mit Opfern von Krieg, Gewalt und politischer Vefolgung habe ich noch nie erlebt, dass sich eine Gruppe demokratischer Staaten zusammengeschlossen hat, um ein einzelnes Individuum so lange Zeit und unter so wenig Berücksichtigung der Menschenwürde und der Rechtsstaatlichkeit bewusst zu isolieren, zu dämonisieren und zu missbrauchen. Die kollektive Verfolgung von JULIAN ASSANGE muss hier und jetzt enden!“16

Dieser Satz stammt urspüglich wohl aus einem Artikel des SPIEGELS, wurde aber auf www.zeit.de ebenfalls wiedergegeben.


Forts. Folgt im Teil E zum Kap. Nr. 77 >Verrat um Assange<.

1 supervidiert: per Oberaufsicht begutachtet werden (nach D/F/S.702).

2 Nach Darlegungen zu dem Artikel „WikiLeaks – Julian Assange war laut UN-Experte psychischer Folter ausgesetzt“ vom 31.05.2019 auf https://www.zeit.de .

3 Nach Darlegungen zu dem Artikel „WikiLeaks – Julian Assange war laut UN-Experte psychischer Folter ausgesetzt“ vom 31.05.2019 auf https://www.zeit.de von dem Leser (J.) als Kommentar.

4 Das gesamte Regierungssystem in Ecuador scheint (zumindest vordergründig) auf das Staatsoberhaupt ausgerichtet zu sein, welches Amt jetzt (Aussage im Jun.2019) der Präsident Lenin Moreno innehat, der zugleich Regierungschef, also Chef der Exekutive, ist. Nirgendwo waren die Namen weiterer Amtsträger, wie z.B. des jetzigen Außenministers, zu finden. Es ist dies insofern vermutlich alles kein Wunder, als bei WIKIPEDIA ausgesagt ist, dass Ecuador gekennzeichent ist von einer unablässigen Folge zahlreicher Putsche und Staatsstreiche, an denen natürlich immer auch das Militär beteiligt ist (nach WIKIPEDIA, Stand 10.06.2019). - Wann wird Deutschland endlich auch wieder auf diese Stufe hinabsinken, frage ich stark ironisch und zynisch? (Anm.d.Verf.).

5 Christine Lagarde: 63-jährige Französin, Juristin (nach FAZ online von 02.07.2019).

6 Aussagen in der FAZ online (Frankfurter Allgemeinen Zeitung) vom 02.07.2019.

7 Darlegungen bei WIKIPEDIA zu „IWF“ (Internationaler Währungsfonds) (Stand: 26.06.2019).

8 Darlegungen bei WIKIPEDIA zu „IWF“ (Internationaler Währungsfonds) (Stand: 26.06.2019).

9 Darlegungen bei WIKIPEDIA zu „IWF“ (Internationaler Währungsfonds) (Stand: 26.06.2019).

10 Artikel auf https://amerika21.de Titel: „Ecuador setzt IWF-Forderungen um und entlässt staatliche Angestellte“ vom 15.03.2019 von JONATHAN PFEIFENBERGER.

11 Von der Webseite https://amerika21.de aus dem Artikel „Drohende Auslieferung von WikiLeaks-Gründer bringt Ecuador in Verlegenheit“ vom 17.06.2019 von TIMM B. SCHÜTZHOFER.

12 Diese Aussagen sind noch einmal wiederholt auf der Webseite https://amerika21.de aus dem Artikel „Drohende Auslieferung von WikiLeaks-Gründer bringt Ecuador in Verlegenheit“ vom 17.06.2019 von TIMM B. SCHÜTZHOFER.

13 Nach Darlegungen auf WIKIPEDIA zu „Julian Assange“ (Stand: 15.06.2019).

14 Nach Darlegungen auf WIKIPEDIA zu „Julian Assange“ (Stand: 15.06.2019).

15 Nach Darlegungen auf WIKIPEDIA zu „Julian Assange“ (Stand: 15.06.2019).

16 Nach Darlegungen auf WIKIPEDIA zu „Julian Assange“ (Stand: 15.06.2019).