Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (419)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Verrat um Assange

(77.H) Rache wg. Wikileaks

...1/2 Million US-Dollar Entschädigung



Vorangestellte Inhaltsangabe zum Kap. Nr. 77-H >Verrat um Assange<.


Teil 77-H: Die schwedischen Frauen hatten Julian Assange gar nicht wegen Vergewaltigung angeklagt, da es sich um einvernehmlichen Sex gehandelt hatte. Die Aussagen sind von der Poliziet verfälscht worden. Die Laptops von Julian Assange sind ihm aus dem eingecheckten Gepäck entwendet worden. Die Scandinavian Airlines verweigert jede Auskunft. Am 20.08.2010 wollte sich die schwedische Frau namen S.W. bei der Polizei erkundigen, ob sie Julian Assange dazu verpflichten könne, einen HIV-Text zu machen. Mangelnden Kondoms beim Sex hat sie nachträglich nun Angst bekommen, sich eventuell mit HIV angesteckt zu haben. Bereits zu diesem Zeitpukt hatte der CIA der USA es auf Julian Assange abgesehen, was er aber noch nicht wusste. Er hatte jedoch Ahnungen, für die er als paranoid verleumdet wurde. Statt zur Polizeit zu gehen, hätte die Frau S.W. sich in einer Arztpraxis beraten lassen sollen. Julian Assange ist für sein leichtsinniges Verhalten sowieso 100-fach bestraft. Denn aus der HIV-Angelegenheit hat die Polizei einfach eine Vergewaltigung konstruiert. Die schwedische Frau S.W. trägt die Hauptschuld an dem Beginn von Julian Assanges Tragödie. Mit der zweiten schwedischen Frau A.A. fand der einvernehmliche Sex mit Kondom statt, welches jedoch während des Aktes zerstört wurde. Auch daraus hat die Polizei eine Vergewaltigung umdefiniert. Ein pseudohalber beigebrachtes Kondom wies keinerlei DNA weder von Julian Assange noch von der Frau auf. Auch diese zweite Frau A.A. hat sich an der Verstärkung des Dramas mitschuldig gemacht.

Dass die USA es bereits am 20.08.2010 auf Julian Assage abgesehen hatten, lag daran, dass Ende Jul.2010 Wikileaks das sog. „Afghan War Diary“ veröffentlicht hatte. Die USA haben unmittelbar daraufhin von ihren Alliierten (Verbündeten) verlangt, dass diese Julian Assange mit allen möglichen Strafverfahren überziehen sollten. Von den angeblichen Vergewaltigungen hat Julian Assange überhaupt nur aus der Presse erfahren und sich sofort am 21.08.2010 bei der Polizei gemeldet, die ihn jedoch erst zum 30.08.2010 zur Anhörung vorgeladen hat. In den neun Tagen hat die CIA vermutlich die schwedische Polizei für weiteres Vorgehen instruiert. Das Protokoll über Julian Assanges Anhörung müsste offiziell bekannt sein. Nils Melzer legt dies jedoch nicht noch einmal ausdrücklich dar. Es wird nun ein bedeutsamer Nebenschauplatz erwähnt, der das Verhältnis von Schweden zu den USA offenlegt: Bereits vor einigen Jahren sind verdächtige Menschen mitten in Stockholm ohne jedes Verfahren verschleppt und an die CIA übergeben worden, welche die Menschen dann folterte. Sie wurden nach Ägypten ausgeflogen und dort ebenfalls gefoltert. Die zwei Männer haben überlebt und bei der UNO Menschenrechtsbehörde geklagt. Schweden musste jedem von ihnen eine halbe Million US-Dollar Entschädigung zahlen. So etwas steht natürlich nicht in der Regenbogenpresse über die edlen Königshäuser. Julian Assange hat in sieben Jahren 30-mal angeboten, von der ecuadorianischen Botschaft nach Schweden zu kommen, wenn man ihm dort die Nichtauslieferung an die USA zusichern würde, was man aber von Schweden nicht getan hat. Erst als Julian Assange bereits im Londoner Hochsicherheitsgefängnis inhaftiert war, hat Schweden am 19.11.2019 die Vergewaltigungsverfahren eingestellt.

Bezüglich Julian Assange ging es nie um Vergewaltigung, sondern ausschließlich um Rache der USA wegen Veröffentlichung der Kriegsverbrechen durch Wikileaks. Die USA sind übrigens zwischenzeitlich aus dem Menschenrechtsrat der UNO ausgetreten. Weder das Collateral-Murder-Massaker, noch die CIA-Folterungen nach 9/11, noch der Aggressionskrieg gegen den Irak haben jemals zu strafrechtlichen Untersuchungen geführt. Großbritannien war übrigens auch in die geheimen CIA-Folterprogramme involviert. Das britische Komitee verlangte eine gerichtliche Untersuchung darüber. Die erste Amtshandlung von Boris Johnson war, dass er diese Untersuchung anulliert hat. In einem großen deutschen Magazin wurde Boris Johnson übrigens als „Clown“ bezeichnet, der sich zu Höherem berufen fühlt. Ecuador ist tatsächlich bereits 2017 explizit von den USA aufgefordert worden, Julian Assange an die USA zu übergeben. Dazu ist es zwar direkt nicht gekommen, aber durch den Entzug des Asyls konnte Julian Assange von England als Vasalle der USA am 11.04.2019 verhaftet werden. Dies alles passierte über Nacht ohne jegliches rechtsstaatliches Verfahren. Verletzungen von Kautionsauflagen werden im Allgemeinen nur mit Geldbußen geahndet, nicht mit 50 Wochen Haft. Diese unverhältnismäßig hohe Strafe hat nur den Zweck, Julian Assange so lange festzusetzen, bis die USA ihre Spionagevorwürfe in Ruhe vervollständigen könnten. (Und nur deshalb sitzt auch Chelsea Manning ebenso lange in Beugehaft, weil den USA noch rechtskräftige Beweise gegen Assange fehlen.)


FN zu 77-H: HIV-Test. „Afgan War Diary“. Ägide. Dezidiert. Vasalle. Komitee. Boris Johnson.


(77.H) Verrat um Assange


Vorbemerkung: Alle folgend genannten Fakten stammen aus dem Interview mit Nils Melzer (dem UNO-Sonderberichterstatter gegen Folter) auf https://www.republik.ch vom 31.01.2020. Eingeflochtene Anmerkungen von mir sind m.E. erkennbar. Spätere Darlegungen über den Aufruf am 06.02.2020 von 130 Prominenten für die „Freilassung von Assange“ und Artikel aus anderen Zeitungen werden extra gekennzeichnet sowie auch ergänzend erfolgte Leserkommentare. Ansonsten wird auf den Prolog im Kap. Nr. 77-A >Verrat und Assange< hingewiesen.


Nils Melzer legt dar: Schweden hat Julian Assage in Wahrheit nie wirklich gerichtlich wegen Vergewaltigung angeklagt. Dadurch konnte er sich wiederum überhaupt nicht verteidigen und den Sachverhalt von seiner Seite aus darlegen. Dies wäre allerdings allein deshalb gar nicht nötig gewesen, weil die beiden schwedischen Frauen ihn wiederum in Wahrheit überhaupt keiner Vergewaltigung beschuldigt haben, sondern es sich ausschließlich um „einvernehmlichen“ Sex gehandelt hat. Die jeweiligen Aussagen der Frauen sind jedoch schon kurze Zeit danach von der Polizei bewusst verfälscht worden1.


Und Nils Melzer sagt im Interview bei www.republik.ch: „Standig passieren in diesem Fall Dinge, die eigentlich gar nicht möglich sind, außer man ändert den Betrachtungswinkel.“ Dies betrifft dann insbesondere die ganzen weiteren Abläufe, wo Julian Assange auf dem Flug von Stockholm nach Berlin mit der Scandinavian Airlines aus dem eingecheckten Gepäck seine Laptops entwendet worden sind. Die Lufthansa bittet um Nachforschungen bei der SAS, die jedoch jede Auskunft verweigert.


Nun jedoch weiter zu dem Tatbestand, dass die Polizei die Aussagen der schwedischen Frauen von sich aus verändert hat in Richtung Vergewaltigung. Weshalb die Polizei dies getan hat, darüber gibt es jedoch keinen schriftlichen Nachweis, weil die betreffenden Notizen in den Computern gelöscht worden und mit anderen Informationen überschrieben worden sind. Man muss bez. darf jedoch vermuten, dass bereits da der CIA-Geheimdienst der USA seinen Einfluss ausgeübt hat. Der CIA muss sofort erkannt haben, dass sich hier Möglichkeiten bieten, um Julian Assange in die Enge zu treiben; denn abgesehen hatten die USA es auf Julian Assange schon zu diesem Zeitpunkt. Julian Assange wusste dies da noch nicht, aber er ahnte es, und niemand, mit dem er über seinen Vermutungen sprach, glaubte ihm, sondern hielt ihn für paranoid. Dass Julian Assange jedoch mit seinen Ahnungen Recht hatte, dies hat sich jetzt in der gesamten Realität noch schlimmer als je gedacht, verwirklicht. Und diejenigen, die ihn für paranoid hielten (und ihn insofern verleumdet haben), sollten sich schämen, so schwere Fehleinschätzungen vorgenommen zu haben.


Bei dem hier angesprochenen Zeitpukt handelt es sich um den 20.Aug.2010, (also alles schon zehn Jahre her) wo beide Frauen auf einer Polizeiwache den Geschlechtsverkehr mit Julian Assange gemeldet haben, worüber ich auch noch spezielle Aussagen machen möchte. Der eigentliche oder primäre Grund der Frauen war nämlich nicht, eine Vergewaltigung zu melden, sondern die erste (entscheidende) schwedische Frau namens S.W. wollte sich bei der Polizei erkundigen, ob sie Julian Assange dazu verpflichten könne, einen HIV-Test2 zu machen.


Der Hintergrund war, dass diese Frau S.W. den einvernehmlichen Sex mit Julian Assange tatsächlich ohne Kondom vorgenommen hatte und nun nachträglich Angst bekommen hat, Julian Assange könne vielleicht HIV-infiziert sein. Ich möchte lieber nichts über den Intelligenzquotienten dieser Frau hier äußern, aber das Entscheidende wäre doch, dass sie selbst als allererste einen HIV-Test machen lässt; denn selbst wenn Julian Assange HIV gehabt hätte, hätte sie sich ja noch längst nicht angesteckt haben müssen.


Und wenn man schon als Frau so peinlich triebgesteuert ist in unserer heutigen HIV-gefährdeten Zeit und auf ein Kondom verzichtet, sollte man dann hinterher nicht lieber moderatere Methoden suchen (z.B. bei einer Arztpraxis vorsprechen), um sich wegen seiner Ängste beraten zu lassen? Was hat die Polizei damit zu tun? Die Handlungsweise dieser schwedischen Frau S.W. ist schon da verantwortungslos. Natürlich hätte auch Julian Assange auf einem Kondom bestehen müssen (was bekanntermaßen Männer gern außer Acht lassen, da sie meinen, die Frau nehme ja die Anti-Baby-Pille) – aber er ist ja für seine ganze leichtsinnige Handlungsweise nun sowieso hundertfach bestraft.


Aus dieser eventuellen HIV-Angelegenheit hat nun jedoch die Polizei eine Vergewaltigung konstruiert, so dass die Frau S.W. eben doch meines Erachtens die Hauptschuld an dem Beginn von Julian Assange Trägödie trägt - vermutlich aufgrund mangelnder Intelligenz, aufgrund von mangelnden Informationen und von mangelnder Lebenserfahrung. Denn an die Polizei würde ich mich freiwillig in meinem ganzen Leben niemals mehr wenden, was ich wegen früherem Ausgsetztsein von Tyrannei (auch aus Gutgläubigkeit und mangelnder Lebenserfahrung damals) mehrfach getan hatte und meine Erfahrungen im Kapitel Nr. 71-B+C >Kubischer Raum< erwähnt habe.


Mit der zweiten Frau namens A.A. fand der einvernehmliche Sex allerdings mit Kondom statt. Jedoch soll das Kondom noch während des Aktes zerstört worden sein. Ein als Beweismittel eingereichtes Kondom enthielt jedoch keinerlei DNA von Julian Assange (und auch nicht von der Frau A.A.). Dieses Kodom war also nur pseudohalber beigebracht worden. Aber auch hier wurden die Aussagen der Frau A.A. von der Polizei gegen Julian Assange verwendet und wegen des zerstörten Kondoms zu einer Vergewaltigung umdefiniert. Auch diese zweite Frau A.A. hat sich damit an der Verstärkung des Dramas um Julian Assange aus Dummheit mitschuldig gemacht; denn was haben diese Frauen mit der Polizeit zu schaffen?


Ich hatte geschrieben, dass die USA es bereits zu dem Zeitpunkt des 20.08.2010 (der angeblichen Vergewaltigung) auf Julian Assange abgesehen hatten; denn Ende Jul.2010 hatte Wikileaks das sog. „Afghan War Diary“3 veröffentlicht (in Zusammenarbeit mit der „New York Times“, mit dem „Guardian“ und dem „Spiegel“).

Unmittelbar auf diese Veröffentlichung hin haben die USA ihre Alliierten (wozu ganz offensichtlich auch Schweden gehört) dazu aufgefordert, Julian Assange für die nächsten 25 Jahre mit allen möglichen Strafverfahren zu überziehen, wovon aber Assange am 20.08.2010 noch keine Kenntnis hatte.


Von den Vergewaltigungsvorwürfen hat Julian Assange übrigens auch überhaupt erst aus der Presse erfahren und sich sofort am 21.08.2019 bei der Polizei gemeldet, die ihn jedoch erst neun Tage später (am 30.08.2019) zur Anhörung einbestellt hat. Vermutlich sind in diesen neun Tagen Vorgehensweisen zwischen der CIA und der schwedischen Polizei besprochen worden, wie man Julian Asssage am leichtesten in die Fänge bekommt.

Zwischenbemerkung: Alle vorstehend genannten Fakten stammen aus dem Interview mit Nils Melzer auf https://www.republik.ch vom 31.01.2020. Eingeflochtene Anmerkungen von mir sind m.E. erkennbar.


Was in der Anhörung vom 30.08.2010 (also vor zehn Jahren) zwischen Julian Assange und der schwedischen Polizei gesprochen worden ist, stand bereits am selben Abend alles in der Zeitung, ist also von der Polizei an die Presse unrechtmäßig weitergegeben worden. Das Protokoll darüber muss wiederum dadurch öffentlich bekannt sein, so dass Assange allein dadurch seine Pflicht zur Stellugnahme erfüllt hat. Über den Inhalt dieses Protokolls äußert sich Nils Melzer in dem Interview nicht noch einmal ausdrücklich, vermutlich weil er davon ausgeht, dass dies sowieso bekannt ist. Entscheidend ist jedoch, dass sich allein dadurch Julian Assange der schwedischen Justiz nicht entzogen hat.


Erwähnt werden soll jedoch noch ein bedeutsamer Nebenschauplatz, der das Verhältnis von Schweden zu den USA offenlegt: Die beiden schwedischen Frauen wurden auf Staatskosten durch einen Rechtsanwalt vertreten, der in Verbindung steht mit dem damaligen schwedischen Justizminister Thomas Bodström, unter dessen Ägide4 die schwedische Sicherheitspolizei sich in den Dienst der USA gestellt hat, u.z. durch folgende Verhaltensweisen: Bereits vor einigen Jahren (Aussage von Nils Melzer in dem Interview am 31.01.2020) sind verdächtige Menschen mitten in Stockholm ohne jedes Verfahren verschleppt und an die CIA übergeben worden, welche diese Menschen dann folterte. „Damit werden die transatlantischen Hintergründe der Angelegenheit deutlicher“, sagt Nils Melzer, was ich leider eine sehr wenig informative Aussage finde. Was für transatlantische Hintergründe sind damit gemeint?


Konkret handelte es sich bei den aus Stockholm verschleppten Menschen um zwei in Schweden registrierte Asylbewerber, die an die CIA ohne jedes Verfahren übergeben worden waren. „Bereits auf dem Flughafengelände in Stockholm wurden sie misshandelt, betäubt und dann nach Ägypten geflogen, wo sie (ebenfalls; Erg.d.Verf.) gefoltert wurden“, sagt Nils Melzer in dem Interview aus. Beide Männer haben überlebt und bei der UNO-Menschenrechtsbehörde geklagt, so dass Schweden jedem von ihnen eine halbe Million US-Dollar Entschädigung zahlen musste. Das ist Schweden!!! So etwas lesen natürlich die Millionen Hausfrauen nicht in ihrer Regenbogenpresse, wo aller möglicher ausgedachter (oder jedenfalls in Wahrheit völlig unbedeutender) Schwachsinn über die Königshäuser und sonstigen Prominenten publiziert wird.


Julian Assange Anwälte sagen, sie hätten den Schweden in sieben Jahren (wo Assange in der ecuadorianischen Botschaft war) über dreißig Mal angeboten, dass Assange nach Schweden kommen würde, wenn Schweden ihm die Nichtauslieferung an die USA zusichern würde. „Die Schweden weigerten sich mit dem Argument, es gebe gar kein Auslieferugnsgesuch der USA“, berichtet Nils Melzer und fährt fort: „Solche diplomatischen Zusicherungen sind in der internationalen Praxis alltäglich. … Wenn (wiederum; Erg.d.Verf.) eine solche diplomatische Zusicherung verweigert wird, dann sind alle Zweifel am guten Glauben des betreffenden Landes berechtigt“.


Warum sich Schweden so dezidiert5 als Vasalle6 der USA erweist, bleibt in gewisser Weise ein Rätsel. Irgendwie und irgendwo scheint es Dinge in Schweden zu geben, womit die USA (eventuell das schwedische Königshaus) Schweden erpressen könnte, denn sonst würde man davon ausgehen, dass Schweden ein souveräner Rechtsstaat wäre, was man jedoch nach den erfolgten Ausführungen (und dem Fall von Julian Assange erst Recht) nicht mehr annehmen kann. Eventuell kann sich das schwedische Militär auch nicht adäquat verteidigen und die USA haben ein entsprechendes Abkommen, im Kriegsfall für Schweden zu sorgen - oder oder oder. Leider fehlen mir die Zeit und die Kenntnisse, um so etwas zu recherchieren.


Auch hätte man mit Julian Assange aus der ecuadorianischen Botschaft heraus von Schweden eine Vernehmung per Video machen können. Jedoch ging es Schweden überhaupt nie um Wahrheitsfindung im Fall von Julian Assange, dies dürfte jedem spätestens heutzutage (Aussage von mir am 24.02.2020) klar sein.

Nun kommen nämlich die Briten ins „Spiel“, welche die Schweden dazu aufgefordert hatten, das Vergewaltigungs-Verfahren gegen Julian Assange auf keinen Fall einzustellen, was die Schweden „perfiderweise“ auch dann erst gemacht haben, als Julian Assange bereits im Londoner Hochsicherheitstrakt inhaftiert war, nämlich am 19.11.2019 (wie ich dies in meinem Kapitel Nr. 15-i >Kosmische Phänomene< beim aktuellen Posting eingefügt hatte und als Sonderbemerkung an den Beginn des Kapitels 77-A >Verrat um Assange< gestellt habe).


Bezüglich Julian Assange ging es nie um Vergewaltigung, sondern ausschließlich um Rache wegen der Veröffentlichung von Kriegsverbrechen der politischen Eliten der USA durch Wikileaks. In dem entstandenen rechtsfreien Raum können nun Mächtige straflos über Leichen gehen und aus Journalismus wird Spionage. Und Nils Melzer prophezeit: Wenn Julian Assange an die USA ausgeliefert wird, „wird er kein rechtsstaatliches Verfahren bekommen“. Von dem berüchtigten „Esspionage Court“ in Virginia, wo die USA alle National-Security-Fälle führt, ist noch nie jemand freigesprochen worden. „Die meisten Angeklagten machen daher einen Deal, indem sie sich zumindest teilweise schuldig bekennen und dafür eine mildere Strafe bekommen“, legt Nils Melzer dar.


Nils Melzer macht dann in dem Interview noch folgenden Exkurs: Wie in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts Deutschland und Japan aus dem Völkerbund ausgetreten sind und 15 Jahre später die Welt in Trümmern lag, so sind heute die USA aus dem Menschenrechtsrat der UNO ausgetreten. (Und man kann sich nur fragen: warum wohl? Erg.d.Verf.) Und weder das „Collateral-Murder-Massaker“, weder die CIA-Folterungen nach Nine/Eleven (= der Vernichtung des World Trade Centers; Erg.d.Verf.) oder der Aggressionskrieg gegen den Irak haben zu strafrechtlichen Untersuchungen geführt.


Und Nils Melzer legt weiter dar: „Jetzt folgt Großbritannien diesem Beispiel: Dort hat das eigene Parlament, das Intelligence and Security Comitee, 2018 zwei große Berichte veröffentlicht, die beweisen, dass Großbritannien viel tiefer involviert war in die geheimen CIA-Folterprogramme als bisher angenommen. Das Komitee7 verlangte eine gerichtliche Untersuchung. Die erste Amtshandlung von Boris Johnson8 war, dass er diese Untersuchung anulliert hat.“


Wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass Ecuador das Asyl für Julian Assange in der Botschaft aufgehoben hat, habe ich im Prinzip im Kap. 77-D >Verrat um Assange< dargelegt unter den Überschriften:

  • Die Rolle des IWF-Kredits und

  • Vertreibung aus der Botschaft.


In dem Interview am 31.01.2020 hat Nils Melzer dann folgende Ergänzungen gemacht, nämlich dass tatsächlich die USA Ecuador aufgefordert haben (gegen viel Geld, was man Ecuador gewähren würde) Julian Assange an die USA zu übergeben. Dies war bereits 2017, als Ecuador mit Lenin Moreno eine neue Regierung bekommen hat. Denn ab da hat man Assange in der Botschaft das Leben erschwert, aber Assange hat dies alles ertragen. Bis dann eben Ecuador sein Asyl aufgehoben hat und an England grünes Licht für die Verhaftung gegeben hat. Zudem wurde Assange der Pass entzogen, damit ihm dadurch noch die ecuadorianische Staatsbürgerschaft aberkannt werden konnte.


Dies passierte alles über Nacht und ohne jedes rechtsstaatliche Verfahren. Assange hatte keine Möglichkeit, Stellung zu nehmen oder Rechtsmittel zu ergreifen“, legt Nils Melzer dar. Der Richter verurteilte ihn dann im Schnellverfahren von 15 Minuten wegen Verletzung der Kautionsauflagen zu 50 Wochen Haft, wo es normalerweise überhaupt nur zu Geldbußen kommt. Diese unverhältnismäßig hohe Strafe hatte offensichtlich nur einen Zweck: Assange so lange festzusetzen, bis die USA ihre Spionagevorwürfe in Ruhe vervollständigen könnten.


Dann aber kam es bereits am 13.09.2019 zu einem britischen Gerichtsentscheid, dass Julian Assange schon am 22.09.2019 aus der Haft (wegen der Kautionsauflagen) entlassen werden sollte. Jedoch entschied dieses Gericht zugleich, dass Julian Assange auch nach dem Verbüßen dieser Haftstrafe weiterhin im Gefängnis bleiben müsse. Der Hintergrund ist: Bereits im Apr.2019 hatten die USA einen Auslieferungsantrag bei den Briten gestellt, und die müdliche Verhandlung darüber wurde schon damals auf den 24./25.02.2020 festgesetzt. Nun wäre es normalerweise rechtmäßig gewesen, wenn Julian Assange am 22.09.2019 trotzdem aus der Haft entlassen worden wäre.


Weil ihm jedoch „Fluchtabsichten“ unterstellt wurden, wurde nun Julian Assange auch weiterhin im Gefängnis festgehalten, was schon auch ungeheuerlich ist. Denn wenn er geflohen wäre (wo ja jeder Mensch das Recht zu einer Flucht hat), hätte man ihn eben erneut suchen müssen. Es wurde auf Julian Assanges „Fluchtvergangenheit“ rekurriert. Dass sich Assange dem Auslieferungsverfahren an die USA durch Flucht entziehen könnte, dafür gäbe es „substanzielle Gründe“, erklärte die britische Richterin Vanessa Baraitser. Auch der Anwalt von Julian Assange (dessen Name in dem Artikel leider nicht genannt wird) soll es abgelehnt haben, in seinem Namen (in wessen Namen?) einen Antrag auf Kaution zu stellen. Assange war bei der Verhandlung vor dieser Richterin Baraitser per Videochat aus dem Gefängnis zugeschaltet.


Aus diesen Darlegungen9, die ich in meinen Unterlagen erst noch am 23.02.2020 wiedergefunden habe (die bereits vom 14.09.2019 stammen), entnehme ich, dass Julian Assange jedoch bereits am 22.09.2019 aus dem Gefängnis hätte freikommen können, wenn sein Anwalt rechtzeitig einen Antrag auf Kautionszahlung für Julian Assange gestellt hätte. Wieso dies nun nicht geschehen ist, ist unbegreiflich, denn dann könnte Julian Assange eventuell schon seit Monaten ein (relativ und zeitweise) freier Mann sein. In diesem ganzen Fall ist nichts wirlich zu begreifen außer perfide Rache von USA (GB, Schweden und Ecuador), gepaart auch mit Unfähigkeit von Julian Assanges Rechtsanwälten. Denn dass Assange jetzt noch hinreichend klar denken kann, muss man aufgrund seines Gesundheitszustandes leider ebenso bezweifeln, und dies kann man ihm kaum zum Vorwurf machen.


Natürlich hätte Julian Assange dann nach dem 22.09.2019 flüchten können und selbstverständlich flüchten sollen und flüchten müssen!!! Anscheinend ist jedoch eine hinreichende Kaution überhaupt nicht vorhanden gewesen oder jedenfalls hat ihm niemand (auch nicht sein Anwalt) bei all dem geholfen. Nirgendwo sind irgendwelche Infromationen darüber zu finden. Anscheinend kümmert man sich doch nicht hinreichend um Julian Assange. Nur Mahnwachen abzuhalten (worüber ich noch später berichten werde), ist ja sehr schön, aber es bedürfte fundierter ausgefeilter juristischer Winkelzüge, um in diesem geistesgestörten (von Unrecht nur so triefenden) Fall Julian Assange wirklich und wahrhaftig zu helfen. Dass dies schon zehn (oder mindesten acht) Jahre lang nicht geschehen ist, ist unfassbar. Niemals könnte er sonst in diese Lage geraten sein! Es ist auch ein unglaubliches Versagen all der engagierten und beteiligten Helfer.


In meinen Unterlagen habe ich doch auch noch etwas entdeckt, was ich bisher nicht erwähnt habe, nämlich die Information vom 15.04.2019 aus einer Kolumne von GERHARD SPÖRL auf www.t-online.de mit dem Titel: „Whistleblower: Kompromisslos und egomanisch – Assange hat Ansehen verspielt“, wobei das, was ich sagen will, mit dem Titel gar nichts zu tun hat. Das, was von SPÖRL dort aber so ganz nebenbei erwähnt ist und worüber ich weder vorher noch nachher jemals etwas gelesen habe, ist nämlich der eigentlich positive Umstand, dass bereits vor zwei Jahren (von SPÖRL zitiert am 15.04.2019, also ist ungefähr der Apr.2017 gemeint) russische Diplomaten damals Julian Assange aus der ecuadorianischen Botschaft befreien wollten10. (Dies hängt vermutlich damit zusammen, dass Wikileaks – also im wesentlichen Julian Assange - im US-Wahlkampf 2016 die durch Russland gehackten E-Mails von Hillary Clinton veröffentlicht hat und insofern Russland dienstbar war.)


Wenn die russichen Diplomaten es geschafft hätten, Assange aus der Botschaft zu schleusen, hätten sie ihn in ein Flugzeug nach Moskau gesetzt und ihm in Russland Asyl gewähren wollen. Und diese Absicht wurde nur deshalb aufgegeben, weil das Unternehmen einfach zu schwierig und zu gefährlich war; denn die ecuadorianische Botschaft war Tag und Nacht von britischer Polizei (oder sogar von Militär) bewacht worden, als sich Assange darin befunden hat. Man kann dies an verschiedenen Filmaufnahmen sehen. Jedenfalls will ich damit sagen: Eine solche Möglichkeit durch Russland wäre doch nun tatsächlich ein zweites Mal vorhanden gewesen, wenn Julian Assange am 22.09.2019 aus der britischen Haft gegen Zahlung von Kaution entlassen worden wäre. Wie hoch die Summe auch immer gewesen wäre: Irgendeiner dieser reichen russischen Oligarchen hätte das Geld sicher aus seiner Portokasse zahlen können.

Dies hätte natürlich alles rechtzeitig durchstrukturiert werden müssen, ist aber alles offensichtlich von niemandem geschehen. Dass Assange bei all dem Wahnsinn (dem er ausgesetzt war und ist) nicht mehr allein durchblicken kann, ist völlig zwangsläufig.


Fortsetzung folgt im Kap. Nr. 77-i >Verrat um Assange<.


1 Alle Hauptinformationen stammen hier in Teil 77-H, i + J aus dem Interview von DANIEL RYSER mit dem UNO-Sonderberichterstatter für Folter Nils Melzer auf https://www.republik.ch vom 31.01.2020 mit dem Titel: „Ein mörderisches System: Konstruierte Vergewaltigung, manipulierte Beweise“.

2 HIV-Test: in Kap. 19-D >Kreuzigung und Gehenkter< finden sich Darlegungen über die HIV-Infektion, durch welche die Immunschwäche Aids hervorgerufen wird. Eigenartigerweise habe ich dort versäumt, wenigstens auf den seit Januar 2020 in verheerendem Maße grassierenden Corona-Virus hinzuweisen, über den ich jedoch wenigstens im Kap. Nr. 20-D >Ritter auf schwarzem Pferd< wegen der gesamten Umstände in China Anmerkungen gemacht habe, was jetzt allerdings mit dem >Verrat um Assange< nichts zu tun hat.

3 „Afghan War Diary“ = ein Kriegstagebuch des Afghanistan-Krieges, dessen Veröffentlichung am 25.07.2010 auf der Internetplattform Wikileaks stattfand. Es handelt sich um eine Sammlung von 76.911 Dokumenten über den Krieg in Afghanistan aus der Zeit von 2004 bis 2010 (nach WIKIPEDIA Stand: 04.11.2019).

4 Ägide: ist das Schutz- und Obhutsverhältnis, in dem sich eine untergeordnete Instanz gegenüber einer höheren befindet (nach WIKIPEDIA).

5 dezidiert: entschieden, bestimmt (Duden/Fremdwörterbuch/S.172).

6 Vasalle: mittelalterlicher Lehnsmann, Gefolgsmann; Vasallenstaat: in Abhängigkeit zu einem anderen befindlichen Staat (Duden/Fremdwörterbuch/S.757).

7 Komitee: a) leitender Ausschuss, Gruppe von Personen, die mit der Vorbereitung, Organisation und Durchführung einer Veranstaltung betraut ist (Duden/Fremdwörterbuch/S.383).

8 Boris Johnson: Er ist seit dem 24.07.2019 Premierminister des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und hat es geschafft, den BREXIT ab 01.02.2020 Wirklichkeit werden zu lassen. Der Jouralist eines deutschen Magazins hat ihn einmal als „einen Clown bezeichnet, der sich zu Höherem berufen fühlt“ (nach WIKIPEDIA Stand: 05.02.2020).

9 Die Darlegungen tragen den Titel: „Wikileaks: Assange kommt nicht frei – Golem.de“ und stammen von dem Journalisten MORITZ TREMMEL auf https://www.golem.de vom 14.09.2019.

10 Informationen aus einer Kolumne von GERHARD SPÖRL vom 15.04.2019 auf www.t-online.de mit dem Titel: „Whistleblower: Kompromisslos und egomanisch – Assange hat Ansehen verspielt“.